Warren Buffett sendet gemischte Signale über den Aktienmarkt

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.02.2020, 10:00  |  5889   |   |   

Es steht außer Frage, dass sich Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2)-CEO Warren Buffett seinen Platz unter den größten Investoren aller Zeiten verdient hat. In den letzten 65 Jahren hat das Orakel von Omaha, wie er inzwischen genannt wird, sein Nettovermögen von etwa 10.000 US-Dollar auf über 88 Mrd. US-Dollar gesteigert. Allerdings sind in dieser Zahl die zig Milliarden nicht enthalten, die er im Laufe der Jahre großzügig für wohltätige Zwecke gespendet hat.

Buffett hat auch dazu beigetragen, für seine Aktionäre einen Wert von mehr als 400 Mrd. US-Dollar zu schaffen. Berkshire Hathaway hat mehr als fünf Dutzend Unternehmen unter Buffetts Führung erworben und verfügt derzeit über ein Anlageportfolio von 48 Wertpapieren, das am vergangenen Wochenende 247 Mrd. US-Dollar wert war.

Buffetts Anlagestrategie hat sich als einfach, aber effektiv erwiesen. Er sucht nach bewährten und vertrauenswürdigen Unternehmen, die Wettbewerbsvorteile bieten, kauft sie dann auf und hält sie für sehr lange Zeiträume. Man könnte sicherlich sagen, dass seine optimistischen Ansichten über die US- und Weltwirtschaft diese Buy-and-Hold-Philosophie nur gefördert haben.

Allerdings hat Warren Buffett in letzter Zeit gemischte Signale in Bezug auf den Aktienmarkt ausgesendet und das hat die Anleger zu Recht beunruhigt.

Das Orakel von Omaha investiert sein Geld nicht

Der Bargeldbestand von Berkshire Hathaway erreichte am Ende des dritten Quartals einen neuen Rekord von 128,2 Mrd. US-Dollar. Da Buffett seit der Übernahme von Precision Castparts vor vier Jahren keine größere Übernahme getätigt hat, ist der Kontostand von Berkshire Hathaway noch weiter angewachsen.

Warum gibt Buffett sein Geld nicht aus? Das hat er im jährlichen Brief  an die Aktionäre von 2019 dargelegt:

„In den kommenden Jahren hoffen wir, einen Großteil unserer überschüssigen Liquidität in Unternehmen zu investieren, die Berkshire dauerhaft besitzen wird. Die unmittelbaren Aussichten dafür sind jedoch nicht gut: Die Preise sind himmelhoch für Unternehmen mit guten langfristigen Aussichten.“

Dies ist nichts anderes als eine elegante Art zu sagen, dass Buffett plant, dieses Kapital für Investitionszwecke zu nutzen oder vielleicht Übernahmen in Erwägung zieht, dass aber die Preise im Moment einfach nicht stimmen. Buffett kritisiert selten die US-Wirtschaft oder die Bewertungen, aber ihn schreiben zu sehen, dass die Preise für Unternehmen mit anständigen langfristigen Aussichten himmelhoch sind, deutet darauf hin, dass er in Bezug auf den Aktienmarkt, so negativ eingestellt ist, wie es ihm nur möglich ist.

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