Dieselskandal Gescheiterter Vergleich kostet Verbraucher 377 Millionen Euro

Nachrichtenagentur: news aktuell
14.02.2020, 17:40  |  146   |   |   
Potsdam (ots) -

- Vergleichsverhandlungen zwischen Volkswagen und der
Verbraucherzentrale im Dieselskandal sind gescheitert
- Oberlandesgericht Braunschweig muss sich dem Fall
voraussichtlich wieder annehmen
- Bis zu einem rechtskräftigen Urteil mindern sich die
Entschädigungsansprüche der Verbraucher um mehrere hundert
Millionen Euro

Volkswagen verkündete aktuell das Scheitern der Vergleichsverhandlungen mit der
Verbraucherzentrale. Nun treffen sich beide Parteien vermutlich wieder vor
Gericht. Bis ein rechtskräftiges Urteil verkündet wird, werden jedoch Jahre
vergehen. Dadurch sinken die Entschädigungsansprüche der rund 460.000
Verbraucher voraussichtlich um mindestens 377 Millionen Euro. Der Rechtsanwalt
Claus Goldenstein erklärt die Hintergründe dazu. Seine Kanzlei Goldenstein &
Partner vertritt mehr als 17.800 Mandanten im Abgasskandal und ist in der Sache
für den ersten Fall verantwortlich, der vor dem Bundesgerichtshof (BGH)
verhandelt wird:

"Die Verbraucherzentrale wollte sich mit VW auf einen Vergleich einigen, der
jedoch an den Honorarforderungen der Anwälte der Verbraucherzentrale scheiterte.
Zwar bietet Volkswagen den 460.000 Teilnehmern der Musterfeststellungsklage eine
Entschädigung von rund 1800 Euro pro Person an, doch diese Summe ist nicht
hinnehmbar.

Zum Vergleich: Wir von Goldenstein & Partner erstreiten im Abgasskandal
durchschnittlich Entschädigungen in Höhe von 4600 Euro, wenn das jeweilige
Fahrzeug nicht an den Hersteller zurückgegeben wird. Dennoch ist die Rückgabe
des jeweiligen PKW in den meisten Fällen aber deutlich lukrativer, denn dafür
gibt es nicht selten Entschädigungen in Höhe von mehreren zehntausend Euro.

Nun muss sich das Oberlandesgericht Braunschweig aller Voraussicht wieder mit
dem Fall befassen. Anschließend geht die Musterfeststellungsklage wohl bis zum
Europäischen Gerichtshof (EuGH). Volkswagen selbst erwartet ein rechtskräftiges
Urteil daher frühestens im Jahr 2023. Bis dahin sinkt der Entschädigungsanspruch
der betroffenen Fahrzeughalter jedoch um fast eine halbe Milliarde Euro.

Die bisherigen Urteile im Abgasskandal fallen alle ähnlich aus: So setzt sich
die individuelle Entschädigungssumme jedes Klägers bei der Rückgabe des
manipulierten Fahrzeuges aus dem ursprünglichen Kaufpreis abzüglich einer
Nutzungsentschädigung für die bereits gefahrene Strecke zusammen. Für diese
Nutzungsentschädigung ziehen die zuständigen Gerichte eine ungefähre maximale
Laufleistung des jeweiligen Fahrzeuges heran und berechnen darauf basierend den
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