Börse Daily am Sonntag mit DAX, Aurubis, Allianz, Visa, Siltronic, Linde, Euro-Bund Future, Carl Zeiss Meditec, DWS, Merck

16.02.2020, 08:00  |  1453   |   |   

die Aktien von Aurubis befinden sich seit dem Verlaufshoch vom 16. Dezember bei 58 Euro in einem Abwärtstrend. Das jüngste Verlaufstief wurde am 13. Februar bei 48,75 Euro gebildet. Auf Tagesebene konnte bisher noch die untere Begrenzung des alten steigenden Trendkanals bei 48,60 Euro verteidigt werden. Allerdings ist der Abwärtstrend bisher voll intakt. Sollte der Kurs dem fallenden Abwärtstrendkanal weiter folgen, dürfte die nächste Abwärtswelle zu einem Ausbruch aus dem alten steigenden Trendkanal nach unten führen.

Zu beachten ist dabei auch die Gesamtsituation an den Aktienmärkten. DAX und S&P 500 befinden in stark überhitzter Lage und könnten vor einer deutlichen Korrektur stehen. Und damit auch den Druck auf Einzelaktien verstärken. Sollte der alte steigende Trendkanal der Aurubis-Aktie nach unten durchbrochen werden, dürfte sich die Abwärtsdynamik weiter verstärken und in der Folge die Unterstützung bei 43,50/44 Euro angelaufen werden. Es bietet sich eine Short-Position in Trendrichtung bei Aurubis an.

Aurubis erzielte im 1. Quartal einen Umsatz von 2,709 Milliarden Euro, eine Steigerung nach 2,614 Milliarden Euro im Vorjahresquartal. Das Rohergebnis wurde jedoch mit 263 Millionen Euro ausgewiesen und damit leicht unter dem Vorjahr mit 264 Millionen Euro. Das Ebitda und das Ebit lagen mit 71,0 Millionen Euro und 33,0 Millionen Euro ebenfalls tiefer als im Vorjahr mit 76,0 Millionen bzw. 42,0 Millionen Euro. Das Konzernergebnis sackte im Jahresvergleich um 20 Prozent von 30 Millionen Euro auf 24,0 Millionen Euro ab.

Belastet wurde das Ergebnis durch einen geplanten Wartungsstillstand am Standort Hamburg mit einem negativen Ergebniseffekt von rund 34 Millionen Euro. Zwei weitere Stillstände mit einer Ergebnisbelastung von rund 11 Millionen Euro werden laut Plan im April und September am Standort Lünen durchgeführt. Belastend wirkten sich auch niedrigere Schwefelsäure-Erlöse durch stillstandsbedingt geringere Produktionsmengen sowie eine deutlich schwächere Nachfrage nach Strangguss- und Flachwalzprodukten aus.

Das Management bestätigt zwar die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr, allerdings wird das Marktumfeld als "weiter herausfordernd" eingestuft. Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie können derzeit vom Management noch nicht abgeschätzt werden, könnten sich aber negativ auf das weitere Geschäft auswirken. Der Aktienkurs könnte also weiter unter Druck geraten.

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