Gold-Longs steigen, Rohöl-Longs gehen zurück - CoT-Report

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Nachrichtenquelle: Shareribs
17.02.2020, 08:42  |  475   |   
Washington 17.02.2020 - Die Finanzinvestoren haben ihre Netto-Longs auf US-Rohstoffe zuletzt wieder reduziert. Unter anderem war bei Rohöl ein neuerlicher Rückgang zu verzeichnen. Die Gold-Longs wurden hingegen ausgeweitet.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis zum 11. Februar, um neun Prozent auf 452.441 Kontrakte reduziert. Dabei war bei Rohöl und Weizen ein Rückgang der Netto-Longpositionen zu verzeichnen. Bei Mais und Sojabohnen stiegen die Netto-Shortpositionen weiter.

Die Ölpreise haben sich in der vergangenen Woche stabilisieren können. Die wahrscheinliche Ausweitung der Förderkürzungen durch die OPEC+ Staaten hat zu einer Gegenbewegung geführt. Es wird davon ausgegangen, dass die schwächere Nachfrage in China zu einer weiteren Reduktion des Angebots führt, um die Preise zu stabilisieren. Die Marktteilnehmer haben im Vorfeld dessen dennoch ihre Netto-Longpositionen um sieben Prozent auf 122.222 Kontrakte reduziert. In den nächsten Tagen dürfte sich auch Russland zu der neuerlichen Ausweitung der Förderkürzungen positionieren. Bislang hat man sich in Moskau damit zurückgehalten. In den USA stieg die Zahl der laufenden Förderanlagen zuletzt um zwei auf 678 Anlagen.

Der Goldpreis hat sich um die Marke von 1.570 USD stabilisiert. Die Sorgen über die Auswirkungen auf die chinesische Konjunktur bestehen weiter, womit das gelbe Metall für die Investoren als sicherer Hafen attraktiv bleibt. Dabei konnte Gold sogar dem starken US-Dollar und der anhaltenden Stärke der Aktienmärkte widerstehen. Bislang gegen Ökonomen und Analysten davon aus, dass der Ausbruch des Coronavirus in China eingedämmt werden kann und sich die Konjunktur in der Volksrepublik im zweiten Quartal 2020 erholen wird. Derweil warnen einige Ärzte auch davor, dass der Ausbruch noch stärker global um sich greifen könnte. Die Netto-Longpositionen auf Gold wurden um 8,5 Prozent auf 229.369 Kontrakte ausgeweitet.

Die Netto-Longs auf Silber wurden um 1,5 Prozent auf 56.011 Kontrakte reduziert, die Netto-Longs auf Platin gingen um 2,3 Prozent auf 46.944 Kontrakte zurück und bei Palladium war ein Rückgang der Netto-Longs um 12 Prozent auf 6.062 Kontrakte zu verzeichnen.

Die Lage in China hat zu einer neuerlichen Ausweitung der Netto-Shorts geführt. Diese stiegen zuletzt um 26 Prozent auf 58.557 Kontrakte. Das rote Metall konnte sich in den vergangenen Handelstagen stabilisieren, da trotz der chinesischen Nachfrageschwäche mit einem fortgesetzten Defizit auf dem Kupfermarkt gerechnet wird. Darüber hinaus scheinen die Marktteilnehmer nicht auf dem falschen Fuß erwischt werden zu wollen, sollte es in China zu einer Stabilisierung der Lage und einer Gegenbewegung der Konjunktur kommen.

Bei den Agrarfutures setzt sich das bekannte Bild fort. Die Netto-Longpositionen auf Weizen gingen um zwölf Prozent auf 45.940 Kontrakte zurück. Der Getreidemarkt hat sich in den vergangenen Wochen besser versorgt gezeigt, als noch vor einigen Wochen erwartet wurde. Zudem sorgt der feste US-Dollar dafür, dass US-Weizen weniger wettbewerbsfähig geworden ist. Die Netto-Shorts auf Mais wurden um 29 Prozent auf 72.084 Kontrakte ausgeweitet, bei den Sojabohnen war ein Anstieg der Netto-Shortpositionen um zwölf Prozent auf 92.172 Kontrakte zu verzeichnen.


Quelle: shareribs.com / CFTC



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