HEIDELBERGCEMENT IM FOKUS Analysten warten auf Details nach Umsatzwarnung

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
17.02.2020, 13:05  |  1030   |   |   

HEIDELBERG (dpa-AFX) - Keine zwei Wochen nach seinem Amtsantritt musste der neue HeidelbergCement -Chef Dominik von Achten Mitte Februar eine schwächer als gedachte Umsatzentwicklung im Jahr 2019 eingestehen. In dem Jahr hielt noch der langjährige Unternehmenschef Bernd Scheifele das Ruder in den Händen. Analysten warten nun auf Details im Zuge der Vorlage der detaillierten Umsatzzahlen am 18. Februar. Seit Anfang 2019 steht das Papier, das sich 2019 noch um gut ein Fünftel verteuert hatte, unter Druck, während der deutsche Leitindex ein Rekord nach dem anderen erklomm. Was im Unternehmen los ist, was die Aktie macht und was Experten dazu sagen.

DAS IST LOS BEI HEIDELBERGCEMENT:

2019 setzte HeidelbergCement zwar trotz sinkender Zementverkäufe mehr um als im Vorjahr, der Umsatz stieg im Jahresvergleich auf vergleichbarer Basis um 2,1 Prozent auf 18,85 Milliarden Euro. Allerdings hatte der Baustoffkonzern hier vor Währungs- und Konsolidierungseffekten einen Anstieg von drei bis neun Prozent auf dem Zettel. Dass der Dax-Konzern seine eigene Prognose verfehlte, begründete er mit geringeren Umsätzen aus dem Handelsgeschäft, insbesondere des Brennstoffhandels mit Drittkunden.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen konnte der Baustoffhersteller 2019 jedoch deutlich steigern - es legte um 15,5 Prozent auf knapp 3,6 Milliarden Euro zu. Inklusive Wertberichtigungen wuchs das Ergebnis um 8,8 Prozent auf 2,2 Milliarden Euro. Der vergleichbare Anstieg von 4,7 Prozent lag dabei im Rahmen der eigenen Erwartungen.

Beim Schuldenabbau kam HeidelbergCement besser voran als erwartet. Zum Jahresende sank die Nettofinanzverschuldung auf 7,1 Milliarden Euro, HeidelbergCement hatte als Ziel zuletzt 7,4 Milliarden Euro ausgegeben. 2007 hatte HeidelbergCement sich mit der Mega-Übernahme des britischen Baustoffherstellers Hanson eine gigantische Schuldenlast aufgebürdet. Nach der Fusion der Konkurrenten Lafarge aus Frankreich und Holcim aus der Schweiz legte HeidelbergCement 2016 mit dem Zukauf von Italcementi nach.

Um den Baustoffkonzern profitabler zu machen, hatte der bis Ende Januar amtierende Unternehmenschef Bernd Scheifele vor mehr als einem Jahr ein neues Sparprogramm aufgesetzt. Das Ziel, bis 2020 weltweit 100 Millionen Euro an Vertriebs- und Verwaltungskosten einzusparen, hat das Unternehmen über ein Jahr früher als geplant erreicht. Bis Ende 2020 will HeidelbergCement weitere 30 Millionen Euro einsparen.

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