Wirecard KPMG-Bericht kann eigentlich nicht NEGATIV sein, denn...

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
18.02.2020, 06:20  |  4524   |   |   
TecDAX | Wirecard: KPMG-Bericht kann eigentlich nicht NEGATIV sein, denn...

bekanntermaßen ist die Wirecard AG (ISIN: DE0007472060) börsennotiert und unterliegt der Ad-hoc-Pflicht. Es heißt klar und deutlich:

"Nur wenn börsennotierte Unternehmen alle Marktbeteiligten schnell und umfassend über Insiderinformationen aufklären, können Anleger fundierte Entscheidungen treffen und sind gegenüber Insidern nicht benachteiligt. Inlandsemittenten sind daher verpflichtet, unverzüglich zu diesem Zweck – also ad hoc – die Öffentlichkeit über unbekannte Umstände aus ihrem Unternehmen ins Bild zu setzen, wenn diese so beschaffen sind, dass sie auf den Preis des Finanzinstruments einwirken und wenn sie den Emittenten unmittelbar betreffen (Art. 17 Abs. 1 MAR)." (BAFin, Insiderüberwachung, zuletzt geändert am 21.12.2017) Ja und? Logischerweise müsste KPMG oder der für den Sonderbericht zuständige Aufsichtsrat respektive innerhalb des Aufsichtsrats der KPMG-Ansprechpartner - "zufälligerwiese" auch der neue Aufsichtsratsvorsitzende - Thomas Eichelmann SCHNELL UND UMFASSEND über Umstände informieren, die den Kurs wesentlich beeinflussen könnten. Eine Bestätigung für die FT-Vorwürfe oder wesentliche Verfehlungen bei der Bilanzierung wären eindeutig nach dem Wortlaut der AD-hoc-Pflicht unterliegend. Heisst im Umkehrschluss dass wohl 6 Wochen vor Abschluss der Untersuchungen KPMG's , die bereits seit Monaten läuft, noch nichts Wesentliches oder Kursbeeinflussendes festgestellt werden konnte.

Bei einem Interview mit dem Aufischtsratschef erhielt das manager-magazin bereits am 22.01.2020 eine entsprechende Antwort "Aus der Tatsache, dass wir noch keine Ad-hoc-Meldung abgegeben haben, können Sie Ihre Schlüsse ziehen" (Thomas Eichelmann, manager magazin, 22.01.2020) - und bis heute hier keine Veränderung. Der Großteil der Prüfungsmaßnahmen sollte abgeschlossen sein und wenn bis heute hier nichts berichtet werden musste, dann sieht es nicht "so schlecht" aus. Sollte man vermuten, insbesondere da bereits einige Vertreter von Vorständen oder Aufsichtsräten sich vor Gericht wegen Verstößen gegen Ad-hoc-Pflichten wiederfanden. Also wird eine eventuelle Ad-hoc-Pflicht aufmerksam geprüft werden und zwar fortlaufend - gerade Thomas Eichelmann hätte auch finanziell einiges zu verlieren.

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