ROUNDUP/Pfeiffer Vacuum Kaum Luft bei Gewinnmarge - Busch stockt Anteil auf

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
20.02.2020, 10:52  |  114   |   |   

ASSLAR (dpa-AFX) - Der Vakuumpumpenspezialist Pfeiffer Vacuum geht nach einem Umsatz- und Gewinnrückgang 2019 vorsichtig ins neue Jahr. Zwar rechnet Konzernchef Eric Taberlet mit einem Umsatzplus, verwies aber auch auf die Risiken durch den Coronavirus-Ausbruch im "wichtigen Wachstumsmarkt China". Zudem wollen die Hessen noch mehr Geld für künftiges Wachstum investieren. Daher sind 2020 trotz des geplanten Umsatzwachstums keine erheblichen Verbesserungen der Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) zu erwarten. Die Prognose einer weitgehend unveränderten Marge für 2020 ist für den Analysten Harald Schnitzer von der DZ Bank ernüchternd. Auch am Markt hätten sich Experten im Mittel eine deutliche Verbesserung erhofft.

Der Aktienkurs stieg am Donnerstagvormittag dennoch um 1,40 Prozent auf 152,30 Euro. Das lag laut Schnitzer aber wohl in erster Linie an der Bekanntgabe einer weiteren Anteilsaufstockung durch den Großaktionär Busch. Nach einem längeren Machtkampf gehört der familiengeführte Branchenkollege bereits seit November 2018 zu gut der Hälfte dem Pumpenhersteller und Familienkonzern Busch. Bis Ende 2019 baute Busch den Anteil auf etwas mehr als 60 Prozent aus, wie Pfeiffer Vacuum am Donnerstag in Asslar mitteilte.

Am Markt machen immer wieder Spekulationen die Runde, ob und wann Busch das SDax-Unternehmen komplett schlucken könnte. Aktuell arbeiten beide Unternehmen im Einkauf und im Vertrieb, bei Forschung und Entwicklung sowie in der IT enger zusammen.

Mit Blick auf das vergangene Jahr 2019 erreichte Pfeiffer Vacuum die zweimal gestutzten Unternehmensprognosen letztendlich. So hatte eine schwache Nachfrage von Unternehmen aus der Halbleiter- und Beschichtungsbranche belastet, die unter anderem Pumpen herstellen, die für eine extrem reine Luft etwa in Chipfabriken sorgen. Der Umsatz fiel auf Basis vorläufiger Daten 2019 um rund 4 Prozent auf 633 Millionen Euro. Vor Zinsen und Steuern blieben davon 10,3 Prozent oder absolut 65 Millionen Euro hängen. Das waren 31,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Der Auftragsbestand fiel bis Ende 2019 auf 110,7 Millionen Euro. Auch hier zeigte sich DZ-Bank-Analyst Schnitzer skeptisch. Die Auftragsentwicklung "spiegelt nicht den Optimismus für ein Umsatzwachstum im Jahr 2020 wider", erklärt der Experte mit Blick auf die Unternehmensprognose. Detaillierte Zahlen will Pfeiffer am 26. März vorlegen./mis/ajx/jha/

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