TecDAX Wirecard und Short's - Was kostet das? Wie lange kann man durchhalten?

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
21.02.2020, 06:20  |  2466   |   |   
TecDAX | Wirecard und Short's - Was kostet das? Wie lange kann man durchhalten?

Wirecard AG (ISIN: DE0007472060) und die Shortpositionen, wieviel kosten die, wann müssen, wann sollten, wann könnten die geschlossen werden.

Um zu verstehen, warum es so große und so lange offene Shortpositionen auf die Wirecard Aktie gibt, sollte man zuerst die Kosten einer Shortposition auf Wirecard betrachten. Für jede Aktie gibt es schwankende Leihkosten. Der Aktien für den Verkauf Verleihende bestimmt den Preis. Bei Wirecard haben wir folegnde Angaben gefunden: Laut S3Partners LLC, Stand 13.02.2020 im "Hottest Short Stocks as of February 14th" - wird für die Leihe der Wirecard AG-Aktie im OTC-Handel der Nasdaq (hier Börsenkürzel: WRCDF) eine Leihgebühr von 2,83% p.a. erhoben. Dass ist nicht viel, auch wenn für die rund 1 Mrd. USD Shortaktien an der NASDAQ OTC so tägliche Leihgebühren von 84.088,00 USD erhoben werden. Wie hoch die Gebühren für die nicht an der NASDAQ verkauften Aktien ist, kann man nur in einer ähnlichen Größenordnung vermuten. Bedeutet für die mit Stand 18.02.2020 genannten 3,49 Mrd. Shortposition  wohl eine Mindestleihgebühr von rund 300.000,-- USD. Das sind Beträge, die ein Hedgefonds bei Jahreskosten unter 3% lange aussitzen kann und wird. VERGLEICHSWERTE: Leihgebühr auf Canopy Growth ist 51,08% p.a. am anderen Ende liegt Microsoft bei 0,30% p.a.

Was könnte nun die Leihgebühren erhöhen? Was könnte generell die Leihkosten erhöhen und zwar so, dass Short Wirecard soviel Geld kostet, dass man darüber nachdenkt diese Position zu schließen. Leihgebühren steigen dann, wenn das Angebot, die Aktie, knapp wird. Also beispielsweise wenn die Shortquote weiter steigt oder wenn die Aktien weniger werden - hier gibt es derzeit einmal die 200 Mio. EUR Aktienrückkaufprogramm der Wirecard AG, vom Volumen her bestimmt nicht aussschlaggebend, denkbar wäre ein Verbot von Aktienleihe oder Leerverkauf aufgrund regulatorischer Schritte - wie schon einmal von der BAFIN quasi durch das Leerverkaufsverbot für Finanzwerte während der Finanzkrise und seitdem für ungedeckte Leerverkäufe. ODER ÄNDERUNG der Geschäftspolitik der großen Aktienverleiher, die derzeit Geld auf ansonsten unproduktive Aktienbestände verdienen können und wollen. beispielsweise Versicherungen oder konkret bei Wirecard Blackrockk, die derivativ - wohl größtenteils in Form von Rückübertragungsansprüchen - große Anteile an Wirecards Stimmrechten besitzen. Oder Morgan Stanley oder Goldman Sachs oder...(Wasserstoff)}

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