ZALANDO IM FOKUS Vom Onlinehändler zum Plattformstrategen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
24.02.2020, 08:35  |  836   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Der Modehändler Zalando wandelt sich mehr und mehr zu einer Handelsplattform. Mit der Öffnung für Drittanbieter will der Konzern noch stärker am florierenden Internetgeschäft teilhaben. Gleichzeitig soll die Individualität steigen - mit speziell auf die Kunden zugeschnittenen Angeboten. Die Aktie gehörte nach einer Durststrecke im vergangenen Jahr wieder zu den großen Gewinnern. Was beim Unternehmen los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

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Immer mehr Kunden und Bestellungen: Das vergangene Geschäftsjahr lief rund bei dem stark wachsenden Berliner Modehändler. Die Profitabilität wird jedoch weiter durch Investitionen gebremst - Zalando steckt viel Geld in den Ausbau der Logistik, deren Automatisierung sowie in neue Technologien. Dabei setzt der Konzern verstärkt auf seine Plattformstrategie. Über ein Partnerprogramm können Markenanbieter ihre Produkte direkt an Kunden verkaufen. Das Geschäft verspricht für Zalando eine höhere Marge als im eigenen Handel.

Zudem rückt der Konzern maßgeschneiderte Angebote für die Kunden verstärkt in den Mittelpunkt und setzt dabei auch auf künstliche Intelligenz, um sich von anderen Handelsplattformen abzugrenzen. So werten Algorithmen Käufe aus und machen den Kunden Vorschläge. Zudem hat Zalando eine individuelle Stilberatung im Programm. Nachdem Kunden ihre Vorlieben angegeben haben, stellt Zalando Wunschoutfits zusammen. Dies erfolgt nicht allein durch den Algorithmus, sondern durch "menschliche" Stylisten. Zalando verspricht dabei einen "Rundum-Service". Vorteil für den Konzern: durch komplette Outfits werden die Warenkörbe größer. Ergänzende Produkte wie Accessoires runden das Angebot ab. Zudem ist Zalando zuletzt auch in die Kosmetik eingestiegen.

Für das vergangene Geschäftsjahr hatte Zalando zuletzt ein Umsatzwachstum rund um das untere Ende der Spanne von 20 bis 25 Prozent in Aussicht gestellt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll in der oberen Hälfte der Spanne von 175 bis 225 Millionen Euro liegen, nach gut 173 Millionen im Vorjahr. Die Zahlen zum vierten Quartal stehen dabei noch aus, diese sollen am kommenden Donnerstag (27.2.) veröffentlicht werden. Dabei hat Zalando bereits auf eine erfolgreiche Cyber-Woche verwiesen - die Tage rund um Aktionen wie Cyber Monday oder Black Friday, die den Startschuss in das wichtige Weihnachtsgeschäft markieren.

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