BASF IM FOKUS Konzernumbau in schwierigen Zeiten

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
25.02.2020, 08:35  |  2271   |   |   

LUDWIGSHAFEN (dpa-AFX) - Der Chemiekonzern BASF baut um. Teile des Bayer-Saatgutgeschäfts wurden übernommen, die Öl- und Gastochter Wintershall wurde mit der früheren RWE -Sparte Dea verschmolzen und das Pigment- und Bauchemiegeschäft soll verkauft werden. Im Tagesgeschäft macht dem Chemiekonzern vor allem die schwächere Nachfrage aus der Autobranche zu schaffen. Die wichtigsten Punkte, was die Experten sagen und wie es für die Aktie läuft:

DAS IST LOS BEI BASF:

Die trägere Weltwirtschaft macht BASF wie vielen anderen Chemiekonzernen zu schaffen. Mitte 2019 musste Konzernchef Martin Brudermüller bei den Jahresprognosen zurückrudern. Wie es letztendlich gelaufen ist, wird sich bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2019 an diesem Freitag (28. Februar) zeigen.

Fest steht jedenfalls: Der seit fast zwei Jahren amtierende Unternehmenslenker krempelt BASF aktuell um. Ende 2018 setzte er ein Sparprogramm auf, um den Konzern durch schlankere Strukturen und einfachere Abläufe profitabler zu machen. Dazu gehören auch Stellenstreichungen.

2018 stärkte Brudermüller zudem das Agrarchemiegeschäft mit einem milliardenschweren Kauf von Teilen des Saatgutgeschäfts von Bayer, welches der Rivale im Zuge der Übernahme von Monsanto abgeben musste. Erst vor Kurzem bekam BASF grünes Licht für die Übernahme eines großen Teils des weltweiten Nylongeschäfts der belgischen Solvay-Gruppe. Das Material wird vielfältig verwendet, auch für Kleidung, Sportschuhe oder Teppiche.

Gleichzeitig trennt sich BASF von Geschäftsbereichen. So haben die Ludwigshafener im vergangenen Jahr ihre Kasseler Öl- und Gastochter Wintershall mit dem Konkurrenten Dea fusioniert. Für das zweite Halbjahr 2020 ist ein Börsengang für Wintershall Dea geplant, an der die Ludwigshafener mehr als 70 Prozent halten. Zudem ist BASF gerade dabei, ihr Pigmentgeschäft für rund eine Milliarde Euro an den japanischen Feinchemiehersteller Dic und ihre Bauchemie-Sparte für 3,17 Milliarden Euro an den US-Finanzinvestor Lone Star zu veräußern. Beides soll im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden.

In den kommenden Jahren will BASF kräftig in den Ausbau seines Asien-Geschäfts investieren. So plant der Konzern im südchinesischen Guangdong einen neuen Verbundstandortes, mit dem Bau von ersten Anlagen wurde bereits begonnen. BASF schätzt die Investitionssumme bis zum Abschluss des Projekts um das Jahr 2030 auf zehn Milliarden US-Dollar (rund 9,3 Mrd Euro).

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