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SeniVita Social Estate AG „Gläubiger müssen Sanierungskonzept mittragen“ – Gustav Mayer zu Schwabedissen im Gespräch - Seite 2

Nachrichtenquelle: Anleihen Finder
26.02.2020, 12:35  |  927   |   |   

Anleihen Finder: Was ist der Kern des Sanierungsvorschlages? Ist dabei ein „haircut“ geplant?

MzS: Nein, einen solchen „haircut“ wie Sie es nennen, soll es ausdrücklich nicht geben. Alle Gläubiger sollen ihr Geld zurückerhalten mit Zinsen. Aber die Gläubiger sollen die Tilgung strecken. Die Anleihe soll bis 2025 laufen. Was letztlich mit der Zinszahlung passiert, steht noch nicht ganz fest. Geplant ist, dass alle Zinsen pünktlich gezahlt werden. Aber wenn hierzu die Finanzierung nicht zur Verfügung steht, dann besteht auch hier die Fall-Back-Position, dass die Zinsen prolongiert werden. Im Gegenzug wird die Anleihe mit 8,5% nominell verzinst. Die Gläubiger bekommen also eine Entschädigung für das höhere Risiko in Form einer höheren Verzinsung.

Anleihen Finder: Was ist mit den Sicherheiten? Bleiben diese den Gläubigern erhalten?

„Neue Nachranganleihe für institutionelle Investoren“

MzS: Hier gibt es ein neues Konzept. Die Tatsache, dass die Anleihe erstrangig im Grundbuch der betreffenden Objekte besichert ist, führt dazu, dass eine günstigere Finanzierung über Banken nicht mehr in Frage kommt. Deswegen ist in den Anleihebedingungen neu vorgeschlagen, dass die Sicherheiten zwecks Bankfinanzierung freigegeben werden können. Außerdem wird der SeniVita die Möglichkeit eingeräumt, die Anleihe vorfällig zu tilgen, wenn sie sich anderweitig finanzieren kann. Konkret geplant ist, dass die SeniVita eine Nachranganleihe mit 8,75% Verzinsung an institutionelle Investoren ausgibt und mit dieser Nachranganleihe dann die bestehende Anleihe sukzessive getilgt wird. Dies würde den finanziellen Spielraum der SeniVita Gruppe beträchtlich erweitern.  

Anleihen Finder: Wie beteiligen sich die Aktionäre an der Sanierung?

MzS: Bekanntlich ist ja die Strabag AG indirekt bedeutender Aktionär und kann ihre Forderungen wohl komplett abschreiben, wenn es zur Insolvenz kommt. Deswegen leistet auch Strabag erhebliche Sanierungsbeiträge. Konkret würde die Strabag AG Stundungen in Höhe von 10.1 Mio. Euro erklären. Klar ist, ohne handfesten und angemessenen Sanierungsbeitrag der Aktionäre wird eine Sanierung nicht funktionieren. Auch gruppenintern gibt es erhebliche Sanierungsbeiträge in Form von Forderungsverzichten mit Besserungsschein.

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