Kein Grund zur Panik!

Gastautor: Sven Weisenhaus
27.02.2020, 09:01  |  6404   |   |   

Dass ich eine Korrektur am Aktienmarkt erwartet hatte, dürfte hinlänglich bekannt sein. Und dass diese auch durchaus 6 % bis 12 % ausmachen kann, war unter anderem bereits in der Börse-Intern vom 15. November 2019 zu lesen (siehe „S&P 500: Eine Korrektur um bis zu 12 % wäre nur normal“). Aber dass diese Strecke nun binnen nur 4 Handelstagen zurückgelegt wurde, hatte ich natürlich nicht erwartet.

Allerdings: Noch am Montag vergangener Woche hatte ich unter anderem im Hebel XXL geschrieben, dass man derzeit extrem aufmerksam sein muss, um den Beginn einer Korrektur zu erkennen. „Denn wenn man in eine solche erst einmal hineingerät, schmelzen die zuvor mühsam erzielten Gewinne wie Eis in der Sonne“, hieß es dort.

Und dass die Aktienkurse nun derartig nach unten gerauscht sind, hat schlicht und ergreifend damit zu tun, dass sie eben seit dem 15. November 2019 noch weiter angestiegen sind – bis hin zu einer klaren Übertreibung in den US-Indizes, die nun eben wie erwartet sehr dynamisch wieder abgebaut wird.

Alle Gewinne des Jahres binnen nur eines Tages ausradiert

Am Montag brach die Marktkapitalisierung nur der europäischen Unternehmen binnen weniger Stunden um rund 500 Milliarden Euro ein. Die Marktkapitalisierung der weltweiten Aktienbörsen schrumpfte um insgesamt 1,5 Billionen Dollar. Quasi unisono haben die Aktienindizes sämtliche Gewinne des Jahres 2020 an nur einem einzigen Handelstag ausradiert. Der DAX gab zum Beispiel bis im Tagestief um 4,4 % zum Vortagesschlusskurs nach. Zuvor hatte er vom Schlusskurs 2019 bei 13.249,01 bis zum diesjährigen Allzeithoch bei 13.795,24 Punkten etwas mehr als 4,1 % gewonnen.

Welle C im DAX

Doch damit nicht genug. Bis zum gestrigen Tagestief bei nur noch 12.368,05 Zählern gab der deutsche Leitindex vom Allzeithoch aus satte 1.427,19 Punkte bzw. 10,3 % nach. Ein Großteil davon entfiel auf die gerade einmal drei Handelstage dieser Woche. Und bereits bis zum gestrigen Handelsende hatte der DAX genau das getan, was er aus meiner Sicht bzw. aus Sicht der Elliott-Wellen-Analyse tun sollte: Er rutschte im Rahmen der Welle C unter das Tief der Welle A (siehe roter Pfeil im folgenden Chart und Börse-Intern vom 13. Februar).

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