Goldpreis schwächer

Gastautor: Martin Siegel
02.03.2020, 08:57  |  5490   |   |   

Der Goldpreis fällt am Freitag im New Yorker Handel von 1.620 auf 1.586 $/oz. Heute Morgen erholt sich der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong und notiert aktuell mit 1.603 $/oz um 31 $/oz unter dem Niveau vom Freitag. Die Goldminenaktien geben weltweit überwiegend nach.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Griechenland schickt 50 Kriegsschiffe aufs Mittelmeer, riegelt die Grenzen zur Türkei komplett ab und setzt Pfefferspray und Tränengas gegen Flüchtlinge ein, die versuchen, die Grenze zu überschreiten.

Martin Schulz (SPD), Präsident des EU-Parlaments am 11.03.2016: „Was die Flüchtlinge uns bringen, ist wertvoller als Gold“.

Bild.de: Die Flüchtlinge fordern: „Merkel hilf“.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem schwächeren Dollar nach (aktueller Preis 46.535 Euro/kg, Vortag 47.660 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.
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