Australische Goldaktien brechen erneut ein

Gastautor: Martin Siegel
11.03.2020, 08:10  |  2237   |   |   

Der Goldpreis gibt im gestrigen New Yorker Handel von 1.662 auf 1.649 $/oz nach. Heute Morgen erholt sich der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong und notiert aktuell mit 1.659 $/oz um 2 $/oz über dem Vortagesniveau. Die nordamerikanischen Goldminenaktien entwickeln sich uneinheitlich. Die australischen Werte brechen heute Morgen erneut ein.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

Verbraucherpreise erhöhen sich in China im Februar um 5,2 % (Vorjahresvergleich). Die Nahrungsmittelpreise steigen um 21,9 %. Die Ursache sind Produktionsunterbrechungen, Beschränkungen bei den Transporten und Hamsterkäufe.

Kommentar: Auch im Rest der Welt werden die Preise durch die Corona-Krise steigen, vor allem wenn die Zentralbanken das Szenario noch mit zusätzlichem Geld und die Regierungen mit zusätzlicher Verschuldung befeuern.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis entwickelt sich der Goldpreis bei einem unveränderten Dollar seitwärts (aktueller Preis 47.065 Euro/kg, Vortag 47.009 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.
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