Ölpreise erneut tiefrot - OPEC senkt Bedarfsprognosen massiv

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Nachrichtenquelle: Shareribs
12.03.2020, 12:33  |  3251   |   
London 12.03.2020 - Die Ölpreise liegen am Donnerstag wieder deutlich unter Druck. Der Reisebann für EU-Bürger in die USA sorgen für neuerliche Verwerfungen. Die OPEC rechnet mit einem leichten Nahfrageplus. In den USA stiegen Rohölbestände deutlich.

Wie die Energy Information Administration gestern mitteilte, sind die Rohölbestände in der vergangenen Woche um 7,7 Mio. auf 451,8 Mio. Barrel gestiegen. Die Bestände liegen damit um zwei Prozent unter dem Fünf-Jahresschnitt. Die Benzinbestände sanken um 5,0 Mio. Barrel, die Bestände der Destillate gingen um 6,4 Mio. Barrel zurück.

Die US-Raffinerien setzten täglich 15,7 Mio. Barrel Rohöl durch, die Auslastung lag bei 86,4 Prozent. Die Produktion von Benzin lag in der vergangenen Woche bei durchschnittlich 10,0 Mio. Barrel, die Produktion der Destillate bei durchschnittlich 4,7 Mio. Barrel/Tag.

Die Nachfrage nach Ölprodukten in den USA lag im Schnitt der vergangenen vier Wochen bei 20,7 Mio. Barrel/Tag, 1,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Die Ölförderung in den USA ist in der vergangenen Woche um 100.000 auf 13,0 Mio. Barrel/Tag zurückgegangen. Die Importe stiegen um 174.000 auf 6,412 Mio. Barrel/Tag, die Exporte sanken um 744.000 auf 2,299 Mio. Barrel/Tag.

OPEC senkt Bedarfsprognosen

Die OPEC hat inmitten der massiven Verwerfungen am Ölmarkt ihren jüngsten Monatsbericht veröffentlicht. Die Fördernationen gehen davon aus, dass die globale Ölnachfrage in diesem Jahr um 60.000 Barrel/Tag steigen dürfte. Noch im Februar hatte man ein Plus von 980.000 Barrel erwartet.

Die Internationale Energieagentur hat am Montag mitgeteilt, dass die globale Ölnachfrage in diesem Jahr 2020 um 90.000 Barrel/Tag zurückgehen dürfte.

Weiterhin gab die OPEC bekannt, dass die globale Ölförderung außerhalb der OPEC-Staaten um 1,76 Mio. auf 66,75 Mio. Barrel/Tag steigen dürfte. Die Förderung der OPEC-Staaten wird bei 28,18 Mio. Barrel/Tag erwartet.

Die OPEC teilte weiterhin mit, dass der Rückgang der Ölpreise kaum ungünstiger hätte kommen können. Der Ausbruch des Coronavirus habe die globale Nachfrage geschwächt und negative wirtschaftliche Folgen, die schlimmer werden könnten, wenn das Virus nicht kontrolliert werde. Vom Ölpreisrückgang am stärksten beeinträchtigt werden dürfte allerdings Produktion aus unkonventionellen Vorkommen in den USA und Kanada.

Das Fass Brent-Rohöl verliert 5,8 Prozent auf 33,72 USD, WTI-Rohöl korrigiert um 5,6 Prozent auf 31,15 USD/Barrel.



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