DAX Trump und EZB beschleunigen DAX’schen Tiefenrausch

Gastautor: Jens Klatt
12.03.2020, 16:05  |  5862   |   |   

(JK-Trading.com) – Die „Kursschmelze“ im DAX hält an, der deutsche Leitindex fiel am Donnerstag deutlich unter 10.000 Punkte.

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(JK-Trading.com) – Die „Kursschmelze“ im DAX hält an, der deutsche Leitindex fiel am Donnerstag deutlich unter 10.000 Punkte.

In der Tat zeichnete sich dieser Fall bereits im nächtlichen Handel ab, nachdem US-Präsident als Reaktion auf die Ausbreitung des Coronavirus in Europa ein Einreiseverbot aus der EU (interessanterweise Großbritannien ausnehmend) verhängte.

Wie sich im Laufe des Tages herausstellte, handelte es sich wohl um eine unilaterale Entscheidung, sprich: es fanden zuvor keinerlei Absprachen mit Brüssel statt.

Als dann die EZB überraschenderweise keine Leitzinssenkung verkündete (was ausgehend von den langfristig schädlichen Auswirkungen besonders für den Bankensektor), zumindest aber das EZB-QE-Programm kurzfristig auf 120 Mrd. Euro bis Ende des Jahres ausweitete, kam es zu weiteren Abschlägen im DAX, die Verluste summierten sich zeitweise auf über 10%.

Zwar ist dies nur meine persönliche Einschätzung, aber: der sich beschleunigende Drop im DAX war eventuell auch auf die alles in allem wenig souveräne, teilweise ungünstige Vorstellung von EZB-Präsidentin Christine Lagarde auf der Pressekonferenz um 14:30 Uhr zurückzuführen.

So sagte Lagarde bspw. „We’re no here to close spreads”, was sich auf das ausweitende Zins-Differential deutsch-italienischer Zinsen bezog, resultierend aus der aktuellen Wirtschaftskrise durch die Entwicklungen rund um das Coronavirus oder etwas klarer:

was es meiner Meinung nach aktuell wohl am wenigsten bedarf, ist neben einer sich abzeichnenden globalen Rezession, vollständigem Kollpas wirstchaftlicher Aktivität und des (europäischen) Bankensektors, aber ganz besonders einer möglicherweise gesundheitlichen, vielleicht sogar humanitären Katastrophe, die wirtschaftliche Stabilität der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone, gebeutelt durch das Coronavirus, in Gefahr zu bringen.

In Bezug auf den DAX sollte der Handel in den Wochenschluss hochvolatil bleiben, im DAX eventuell sogar die 9.000er Marke in den Mittelpunkt des Geschehens rücken.

Ein Rutsch unter dieses Levels aktivierte als erstes Ziel den Bereich um 8.700 Punkte.

Auf der Oberseite könnte im Falle einer ausgeprägteren Gegenbewegung ein Gap Close um 10.200 Punkte und somit Wochenschluss im Bereich um 10.000 Punkte denkbar werden:

Analyse geschrieben von Jens Klatt, Gründer von Jens Klatt Trading

 

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