Rohöl-Longs steigen überraschend, Gold-Longs gehen stark zurück - CoT-Report

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Nachrichtenquelle: Shareribs
24.03.2020, 13:29  |  874   |   
Washington 23.03.2020 - Die Finanzinvestoren haben ihre Netto-Longs auf US-Rohstoffe in der vergangenen Woche deutlich reduziert. Trotz der massiven Ölschwemme wurden die Rohöl-Longs ausgeweitet. Die Gold-Longs hingegen sanken deutlich.

Wie die Commodity Futures Trading Commission am Freitag mitteilte, haben die spekulativen Finanzinvestoren ihre Netto-Longpositionen auf zwölf in den USA gehandelte Rohstoffe, in der Woche bis zum 17. März, um 57 Prozent auf 160.441 Kontrakte reduziert. Dabei sank die Zahl der Netto-Longs auf Silber und Gold deutlich, während jene für US-Rohöl wieder anstiegen. Bei den Agrarrohstoffen sehen die Investoren derweil eher fallende Kurse.

Der Goldpreis zeigte sich in den vergangenen Wochen sehr volatil. Die Maßnahmen der US-Notenbank zur Eindämmung der Coronavirus-Krise in der Wirtschaft haben bislang nicht die gewünschte Wirkung erzielt, sorgte aber stattdessen für eine starke Aufwertung des US-Dollars, der sich auch der Goldpreis nicht entziehen konnte. In Erwartung weiterer geldpolitischer Lockerungsmaßnahmen haben die Investoren ihre Netto-Longpositionen auf Gold um 31 Prozent auf 177.470 Kontrakte reduziert. Gleichzeitig bleibt das gelbe Metall in der gegenwärtigen Phase als sicherer Hafen gefragt, obgleich zuletzt vor allem Barmittel von den Investoren bevorzugt wurden.

Die Zahl der Netto-Longs auf Silber wurden um 20 Prozent auf 22.960 Kontrakte reduziert. Die Netto-Longs auf Platin gingen um 14 Prozent auf 11.773 Kontrakte zurück, bei Palladium war ein Rückgang der Netto-Longs um 75 Prozent auf 915 Kontrakte zu verzeichnen.

Während die Ölpreise in den vergangenen Wochen massiv abrutschten und die Aussichten für die Nachfrageentwicklung keine Entspannung erwarten lassen, haben die Investoren ihre Netto-Longpositionen auf US-Rohöl um acht Prozent auf 123.045 Kontrakte ausgeweitet. Offenbar scheinen die stark zurückgekommenen Preise zu Spekulationen über einen Rebound zu verführen. Vor dem Hintergrund des Angebots- und Nachfrageschocks, der gegenwärtig auf den Markt wirkt, scheint dies jedoch kaum wahrscheinlich. Auch Interventionen seitens der USA in Saudi-Arabien dürften kaum fruchten, da Riad bekanntlich an einer sinkenden US-Förderung interessiert ist. Diese ist vor allem dann zu erreichen, wenn die Ölpreise längere Zeit sehr gering bleiben und die Unternehmen aus dem Markt drängen. Zweifel sind aber auch hier angebracht, da nach vorangegangenen Preisstürzen die US-Produzenten erstarkt zurückkamen.

Auch die Entwicklung bei Kupfer ist derzeit von Unsicherheit geprägt. An der London Metal Exchange sind die Preise stark unter Druck geraten, was aber vor allem dem Sell Off am Gesamtmarkt und weniger fundamentalen Entwicklungen geschuldet ist. Chinas Nachfrage nach dem roten Metall zeigte sich zuletzt noch resilient gegen die Nachfrageschocks. Mit der zunehmenden Zahl an Ländern, die ihre Wirtschaft in eine Zwangspause versetzen, dürfte sich dies aber wieder ändern. Die Zahl der Netto-Shorts auf Kupfer wurde zuletzt um 2,6 Prozent auf 41.343 Kontrakte reduziert.

Bei den Agrarrohstoffen zeigte sich zuletzt eine Rücknahme der Longpositionen, bedingt durch die starken Kursrückgänge am Chicago Board of Trade. Gegenüber Weizen sind die Investoren wieder mit 5.659 Kontrakten netto-short. Die Netto-Shorts auf Mais wurden um 52 Prozent auf 91.846 Kontrakte ausgeweitet. Derweil stiegen die Netto-Shortpositionen auf die Sojabohnen um 16 Prozent auf 30.646 Kontrakte.


Quelle: shareribs.com  / CFTC





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