Robeco: Es ist an der Zeit, auf die positiven Signale zu achten

Gastautor: Simon Weiler
25.03.2020, 10:12  |  152   |   |   

„Um zu verstehen, wie wir in die jetzige Situation geraten sind, müssen wir uns den längerfristigen Trend der letzten Jahrzehnte ansehen – einen äußerst lang angelegten Trend. In den letzten 20 bis 30 Jahren sind in der Weltwirtschaft mehrere große Ungleichgewichte entstanden. Meiner Meinung nach wurden diese durch die sehr große Bereitschaft von Notenbanken verursacht, Maßnahmen zu ergreifen, um eine Rezession zu vermeiden oder abzufedern. Schon unter Alan Greenspan reagierte die US-Notenbank Fed mit Zinssenkungen, sobald sich die Konjunktur verlangsamte. Dadurch wurde ein Schulden-Superzyklus erzeugt.“

„Dies war in den letzten zehn Jahren das durchgängige Thema unserer Credit Quarterly Outlooks. Unternehmen, Privathaushalte und Staaten haben alle damit begonnen, sich Geld zu leihen. Übereifrige Leitzinssenkungen haben zu niedrigeren Kreditzinsen geführt und diesen Schulden-Superzyklus angetrieben.“

„Dann kam das zweite Phänomen hinzu, die so genannten Carry Trades. Das bedeutet, dass Anleger in Japan oder in der Eurozone, wo die Zinserträge niedriger waren, zunehmend in höher verzinsliche und schneller im Wert steigende Finanzmarktaktiva investiert haben. Die Realität ist natürlich weitaus komplexer. Vereinfacht dargestellt kauften wir aber letztlich alle US-Aktien und ermöglichten es US-Unternehmen, Aktienrückkäufe zu finanzieren. Und alle waren glücklich. Zumindest bis letztes Jahr, als das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis im S&P 500 auf 30 anstieg.“

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