Corona-Krise – Wie soll ich mich verhalten?

25.03.2020, 12:19  |  909   |   |   

Das Corona-Virus hat die weltweiten Aktienmärkte in den vergangenen Wochen teilweise stark fallen lassen. Viele Anleger fragen sich jetzt, wie sich verhalten sollen.

Der Blick ins Depot ist für Investoren zurzeit nicht immer leicht. Das Corona-Virus hat nach und nach die Börsenkurse auf der ganzen Welt auf Talfahrt geschickt. In solchen Zeiten ist es daher wichtig, dass Anleger sich daran erinnern, welche Ziele sie zum Start des Vermögensaufbaus festlegt haben und welchen Anlagezeitraum. Der Weg zum langfristigen Vermögensaufbau ist in der Regel mit ein paar Höhen und Tiefen verbunden. Wichtig ist daher, sich zu Beginn die nötige Zeit zu nehmen, seine Ziele richtig zu definieren und die langfristig richtige Anlage auszuwählen. Sind die Ziele richtig definiert, sollten Anleger daran festhalten und nicht bereits bei den ersten Turbulenzen davon abweichen.

Ruhe bewahren und auf Sparziele besinnen

Um erfolgreich zu sparen und ein Vermögen aufzubauen, sollten wir in Jahren denken. Liegt ein Sparziel 30 Jahre entfernt, wie dies beispielsweise bei einem Berufseinsteiger der Fall ist, eröffnet dies einige Möglichkeiten. Je länger das Sparziel entfernt ist, desto eher können wir Aktien in unsere Vermögensplanung einbauen. Ein höherer Aktienanteil wie beispielsweise beim easyfolio 70 führt auf lange Sicht mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einer stärkeren Rendite, kann in Krisenmärkten aber zu zeitweisen Rückschlägen führen.

In solchen Situationen lohnt sich ein Blick in die Historie: In den vergangenen Jahrzehnten hat es an den Börsen immer wieder schmerzhafte Krisen gegeben. Doch mit etwas Zeitverzögerung standen die Aktienkurse wieder auf dem Niveau vor der Krise oder höher. Anleger, die in der letzten Finanzkrise 2008 oder in der Dotcom-Krise 2001 die Ruhe bewahrt haben, wurden schon wenige Monate später mit höheren Kursen belohnt. Daher empfehlen wir Ihnen: Bewahren Sie die Ruhe – auch wenn es manchmal schwerfallen mag.

Welche Möglichkeiten gibt es jetzt?

Wenn wir von einem langen Weg zu einem erfolgreichen Depot sprechen, meinen wir damit den kontinuierlichen Vermögensaufbau. Eine Möglichkeit auch in Krisenzeiten ruhig zu schlafen sind Sparpläne. Wer statt auf Einmalanlagen auf Sparpläne setzt, der streut seine Ersparnisse im zeitlichen Verlauf und blendet so extreme Kursbewegungen aus. Der so genannte Mischkurseffekt – auch Cost-Average-Effekt genannt – kommt bei Sparplänen ganz besonders zum Tragen. Anleger, die in Krisenzeiten in Sparpläne investieren, nutzen die Möglichkeiten zu niedrigen Kursen zu investieren und dadurch vergleichsweise viele Anteile zu kaufen.

Zu spät ist es für die Einrichtung von Sparplänen nie. Und ganz nebenbei helfen uns Sparpläne auch dabei, am Ball zu bleiben und das Sparziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Fazit

Ruhig bleiben hat sich in den vergangenen Krisen in der Regel als das richtige Mittel erwiesen. Das beherzte Einschreiten der Politik und der Notenbanken weltweit spricht dafür, dass es auch in der Corona-Krise lohnt, die Turbulenzen stoisch auszusitzen. Gerade bei Geldanlagen sollten Anleger langfristig denken und nicht in wenigen Wochen oder Monaten. Einige Investoren sehen die niedrigen Kurse bereits als Chance nachzukaufen. Ein Sparplan stellt dabei eine gute Möglichkeit dar, von den fallenden Kursen zu profitieren und in regelmäßigen Abständen zu investieren. Den richtigen Einstiegszeitpunkt abzupassen, funktioniert in den meisten Fällen sowieso nicht. Auch deshalb lohnt es sich von Zeit zu Zeit weitere Positionen aufzubauen. Denn wie lange genau die Corona-Krise die Börsen im Bann halten wird, kann man erst im Nachhinein sagen.

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