Bundesagentur für Arbeit verspricht schnelle Auszahlung von Kurzarbeitergeld

Nachrichtenagentur: news aktuell
26.03.2020, 03:05  |  606   |   |   
Osnabrück (ots) - Bundesagentur für Arbeit verspricht schnelle Auszahlung von
Kurzarbeitergeld

Vorstand Schönefeld: Für jedes Szenario eine Antwort

Osnabrück. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) verspricht Unternehmen schnelle
Hilfe in der Corona-Krise. BA-Vorstand Christiane Schönefeld sagte im Interview
mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Wir setzen alles daran, dass Unternehmen,
die in diesem Monat Kurzarbeitergeld beantragt haben, schon am Monatsende Geld
von uns bekommen. Dabei hilft uns natürlich, dass wir mit vereinfachten
Prüfungen arbeiten." Allein in der vergangenen Woche hatte es bereits 76.700
Anzeigen von Kurzarbeit gegeben.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Zahl der Kurzarbeiter auf etwa 2,1
Millionen steigen wird. "Darauf bereiten wir uns erst einmal vor. Aber wir
nehmen auch in den Blick, dass die Zahlen deutlich höher sein könnten", sagte
Schönefeld. Sie betonte: "Wir wollen für jedes Szenario eine Antwort haben,
lassen uns aber von den großen Zahlen bezüglich Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit
nicht irritieren. Wir arbeiten stattdessen konsequent daran, immer mehr
Mitarbeiter an den entscheidenden Stellen einzusetzen."

Laut Schönefeld sind bei den Arbeitsagenturen normalerweise 900 Kolleginnen und
Kollegen im Bereich Kurzarbeit tätig. Sie teilte mit, inzwischen seien 2000
zusätzliche Kräfte für diese Aufgabe identifiziert worden, die nun sukzessive
die bisherigen Teams verstärken sollen.

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Bundesagentur für Arbeit erwartet Ansturm auf Grundsicherung

Vorstand Schönefeld: Noch herrscht Ruhe, aber der Sturm wird kommen

Osnabrück. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt sich nicht nur auf etwa 2,1
Millionen Kurzarbeiter ein, sondern auch auf deutlich mehr Bezieher von
Grundsicherung. BA-Vorstand Christiane Schönefeld sagte der "Neuen Osnabrücker
Zeitung": "Noch herrscht in der Grundsicherung die Ruhe vor dem Sturm. Aber der
Sturm wird kommen."

Die BA geht laut Schönefeld im Moment ebenso wie die Regierung von 1,2 Millionen
zusätzlichen Grundsicherungs-Beziehern aus. Zugleich werde aber auch
abgeschätzt, wie viele Menschen ergänzende Leistungen zum Kurzarbeitergeld
benötigen werden. "Da könnten wir uns zwischen 15 und 35 Prozent der
Kurzarbeiter bewegen."

Schönefeld erläuterte, es gehe um diejenigen, "die trotz Kurzarbeitergeld von 60
beziehungsweise 67 Prozent des Lohns auf ergänzende Leistungen der Jobcenter
angewiesen sind, weil sie vorher relativ wenig verdient haben". Hier werde die
Zahl der Anspruchsberechtigten noch einmal deutlich größer werden. "Bisher war
es ja so, dass Kurzarbeit vor allem von größeren Unternehmen genutzt wurde, die
relativ gut bezahlt haben und ihren Beschäftigten das Kurzarbeitergeld oft
selber aufgestockt haben. Jetzt betrifft Kurzarbeit auch viele Menschen in
Kleinstunternehmen mit niedrigen Einkommen und in Branchen, in denen nicht
aufgestockt wird, etwa der Gastronomie."

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/pm/58964/4556888
OTS: Neue Osnabrücker Zeitung


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1 Kommentare

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Kommentare

Bitte prüfen: Kurzarbeitergeld 60% vom Netto!
Das trifft wirklich viele sehr hart, 60% vom Netto sind bei 1000€ 400€ bei 1200€ 480€ bei 1500€ 600€ bei 2000€ 800€, wenn es nun durch Corona eine Ausnahme gäbe, dass jeder diesen Betrag auf die nächsten 6 Mon. verteilen kann, sprich er bekommt im 1. Monat bei 1500€ netto eben nicht 900€ sondern 1400€ ausbezahlt, die nächsten 5 Mon. bekommt er dann 100€ weniger ausbezahlt, so hätte keiner das Problem mit ausgefallenen Darlehenszahlungen, möglicherweise Kreditüüberbrückung, Rücksprache mit Bank oder muss deswegen Hartz 4 oder dergleichen beantragen. Wie lässt sich dieser Vorschlag bekannt machen, umsetzen? Helft mir dabei, Danke

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