Nachkaufen, aber richtig! 3 schwerwiegende Fehler und wie man sie vermeidet

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
26.03.2020, 09:45  |  1023   |   |   

Ob man gerade die Zeitung, das Smartphone oder die Fernbedienung zur Hand nimmt: Anleger sind zurzeit überall mit COVID-19 konfrontiert. An der Börse wird bereits von der „Corona-Krise“ gesprochen. Das weckt für den einen oder anderen Börsianer sicher schmerzhafte Erinnerungen an die Finanzkrise. Kein Wunder also, dass Anleger scharenweise in Panik verfallen sind und sich von ihren Aktien trennen. Dabei sollte das Halten für langfristig orientierte Investoren doch genauso zum Buy-and-Hold-Einmaleins gehören wie das Kaufen.

Viele Investoren machen sich nun Gedanken darüber, wann der richtige Zeitpunkt ist, um Aktien oder ETFs nachzukaufen. Die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt lässt sich leicht beantworten: Es gibt ihn nicht, denn der Tiefpunkt an den Märkten lässt sich nicht verlässlich vorhersagen. Die Börsen könnten in den nächsten Wochen auch noch weiter abrutschen. Wenn du aber die Entscheidung getroffen hast, jetzt Aktien oder ETF-Anteile nachzukaufen, solltest du die folgenden drei Fehler unbedingt vermeiden:

1) Ohne Plan deinen Cashbestand verpulvern

Der größte und meiner Meinung nach verhängnisvollste Fehler besteht darin, den Cashbestand auf einen Schlag zu verpulvern, sodass du nichts mehr auf der hohen Kante hast. Vielleicht hast du dir als Aktien- oder ETF-Investor über die letzten Monate oder Jahre zur Vorbereitung auf einen Bärenmarkt einen hübschen Cashbestand aufgebaut. Wenn dem so ist, kannst du dich jetzt natürlich über die gefallenen Kurse freuen, weil die Titel alle auf den ersten Blick so schön günstig aussehen.

Vielleicht weißt du vor Schreck gar nicht, was du zuerst nachkaufen sollst, und stockst deshalb einfach ohne lange nachzudenken alle Positionen deines Portfolios auf. Mein Rat: Immer langsam mit den jungen Pferden. Bevor du wild draufloskaufst, solltest du dir unbedingt eine Strategie zurechtlegen und Prioritäten setzen: Du kannst zum Beispiel erst einmal notieren, wie viel Geld du tatsächlich zur Verfügung hast und was davon du vielleicht noch für einen späteren Zeitpunkt zurücklegen willst.

2) Aus Gier deinen Notgroschen aufbrauchen

Ganz wichtig: An deinen Notgroschen bzw. dein finanzielles Polster (empfohlen werden mindestens drei Monatsgehälter, die auf dem Girokonto bleiben) solltest du dabei auf keinen Fall gehen, egal wie vielversprechend die Chancen gerade sind. Gier ist in diesem Fall kein guter Begleiter. Du solltest genau überlegen, welche größeren Anschaffungen (z. B. Auto, Wohnung usw.) in den nächsten Jahren anstehen, und als Langfristanleger natürlich nur das Geld investieren, auf das du in den nächsten zehn, zwanzig oder sogar dreißig Jahren im Alltag getrost verzichten kannst.

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