CORVID 19 Krise Aluminiumverarbeitende Industrie muss als strategische Branche erkannt werden

Gastautor: Frank Tetzel
27.03.2020, 07:41  |  534   |   |   

Viele europäische Länder haben angesichts der weltweiten CORVID 19 Pandemie tiefe Eingriffe in den Produktionsbetrieb von Unternehmen vorgenommen. Dabei gab in den ersten Tagen wenig Differenzierungen“, erläutert Mario Conserva, Generalsekretär von FACE - Federation of Aluminum Consumers in Europe - dem Verband, der die Interessen der Aluminiumverarbeitenden Industrien in der Downstream Industrie in der EU vertritt.

Viele europäische Länder haben angesichts der weltweiten CORVID 19 Pandemie tiefe Eingriffe in den Produktionsbetrieb von Unternehmen vorgenommen. Dabei gab in den letzten Tagen wenig Differenzierungen“, erläutert Mario Conserva, Generalsekretär von FACE - Federation of Aluminum Consumers in Europe - dem Verband, der die Interessen der Aluminiumverarbeitenden Industrien in der Downstream Industrie in der EU vertritt.

In Anbetracht der ergriffenen Maßnahmen, die viele Länder zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie ergreifen, ist es umso wichtiger, die Schlüsselrolle der gesamten Aluminium-Wertschöpfungskette sowohl auf europäischer als auch auf nationaler Ebene zu erkennen, wobei ihr strategischer Wert und systemrelevanter Wert für viele Aktivitäten im Produktionssystem und für die Nachhaltigkeitspolitik berücksichtigt werden muss.“

Starker Produktionsrückgang 

Aufgrund des COVID-19-Notfalls haben viele Sektoren, wie z.B. Gießereien und Unternehmen, die in der Aluminium-Oberflächenbehandlung tätig sind, bereits einen Produktionsrückgang von rund 50 Prozent allein im Monat März zu verzeichnen. 

Diese Verluste werden vor allem in Italien, wo die Regierung mit einem Dekret vom 22. März die Schließung aller produzierenden und verarbeitenden Industrien angeordnet hat, noch erheblich zunehmen.

In Italien wird die Branche mit diesem Maßnahmen, so schätzt FACE um mindestens zehn Jahre zurückgeworfen werden. Der Gesamtaluminiumverbrauch in Italien wird dieses Jahr rund 1,6/1,7 Millionen Tonnen erreichen.

Strategisch wichtiger Sektor

Dabei ist die Aluminiumindustrie ein Sektor von strategischem Wert für die gesamte europäische verarbeitende Industrie, die in Italien fast tausend direkte Unternehmen hat - die meisten davon in und um Mailand, Bergamo, Brescia, Venezien, dem Piemont, der Emilia-Romagna, den am stärksten von der Krise betroffenen Gebieten - und einen Umsatz von rund 12 Milliarden Euro vorweisen können. Doch auch in Deutschland sind viele Unternehmen betroffen, da beispielsweise die Automobilindustrie ihre Produktion in Deutschland vollkommen heruntergefahren hat.

Ob Deutschland oder Italien, über 90 Prozent dieser Wertschöpfungskette wird von kleinen und mittleren Unternehmen erbracht , die einen grundlegenden Beitrag zum gesamten Produktionssystem leisten: Von der öffentlichen Gesundheit bis zur Lebensmittelindustrie, von elektronischen Instrumenten bis zu Kommunikationsmitteln, Energieübertragung und -verteilung und Transportmitteln. Ohne die Verarbeitung von Aluminium stockt die gesamte wirtschaftliche Wertschöpfungskette.

 



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