Top-Beiträge der w:o Community Börsengerüchte um Tesla und Wirecard: „...kann Tesla Beatmungsgeräte statt Autos bauen" – was Deutschlands größte Finanzcommunity diskutiert

27.03.2020, 17:00  |  93492   |   |   

Schlägt hier die Corona-Krise durch? Glänzte das Wirecard-Forum meist mit circa 2.000 Beiträgen, waren es in den vergangenen sieben Tagen nicht mal 1.000. Allerdings reicht es noch für den Platz an der Sonne der meistdiskutierten Foren. Ebenfalls einen Medaillenplatz hat sich die Aktie von Tesla ergattert.

Die Aktie von Wirecard konnte sich in dieser Woche ein wenig erholen und hangelte sich in den vergangenen drei Tagen an der 100-Euro-Marke entlang – mal im Plus und mal im Minus. Grund genug für einige Wirecard-Follower wieder auf der Euphoriewelle zu surfen:

Invest63: „Wirecard ist super – keine Frage. Aber wir stehen vor der größten Weltwirtschaftskrise aller Zeiten. Die Märkte werden zusammenbrechen. Wer den Bericht heute über Indien gesehen hat: 1,4 Milliarden Menschen; so gut wie keine Betten in Krankenhäusern zur Verfügung; katastrophale Gesundheitszustände. Aber auch USA und England erwartet eine Katastrophe, die größer werden könnte als in Italien. Die Wirecard-Aktie wird steigen ohne Zweifel, aber vorher ist leider wegen dieser Krise nach unten noch vieles möglich.“

Locodiablo: „Ich sehe das Ganze von einer leicht optimistischen Seite, da wir a) das Virus langsam, in den Griff zu bekommen scheinen und b) die Märkte und Wirtschaften von allen Seiten mit Liquidität geschwemmt werden. In diesem Umfeld wird es unwahrscheinlicher, stark einbrechende Märkte zu sehen, wenngleich ein Restrisiko, dass man das Virus nicht unter Kontrolle bekommt, natürlich bleibt. Wirecard wird so oder so einer der Gewinner der aktuellen Entwicklungen sein. Operativ sehe ich also gute Zeiten auf Wirecard zukommen.“



Brachina: „Ob b) nachhaltig ist, wird sich zeigen. Ich bin da misstrauisch. Mein EK liegt bei 113 Euro. Andere Werte sehen bei mir schlimmer aus. Aber das ist halt so. Eventuell ergibt sich eine Gelegenheit, etwas glattzustellen.“

RealJoker: „Nach zwei guten Börsentagen sind einige wieder zu euphorisch. In den USA steht der Anstieg der Todeszahlen erst noch bevor, außer man macht es wie Russland, wo nur die Fälle von Lungenentzündungen steigen.“

WOPaul: „In den vergangenen Tagen/Wochen ist eine Übertreibung in jede Richtung zu sehen. Sehr wahrscheinlich werden sich die Aktienmärkte in den nächsten sechs bis zwölf Monaten wieder normalisieren, davon ausgehend, dass es circa sechs Monate dauert, bis man den Virus in den Griff bekommen kann. Solange wird eine hohe Volatilität weiterhin bestehen und ob wir die Tiefpunkte schon gesehen haben, kann keiner voraussagen. Es ist sicherlich keine schlechte Idee noch Geldreserven zu haben, um gegebenenfalls zu reagieren.“

A-Z: „Wirecard ist heute wieder extrem stark. Guckt Euch die anderen Verlierer im Dax an! Die Leute fangen so langsam an, zu differenzieren und Werte inhaltlich voneinander zu trennen. Wirecard gehört die Zukunft. Die Aktie ist ein pures Schnäppchen. Sollten wir nochmal unter 100 Euro kommen, stocke ich gern noch weiter auf. Shorties müssen glattstellen. LV covern. Die Märkte werden mit Geld überflutet werden. Wirecard wächst und wächst und wächst – nun auch in Mittelamerika. Zahlen stehen vor der Tür. KPMG hat so gut wie alles entschärft und wird bald auch die letzten Zweifel ausräumen. Bei der hohen Short-/LV-Quote droht ggf. sogar ein Squeeze. Aber darauf warten wir ja schon eine Weile. Die ersten Shortinvestoren senken ihre Bestände. Das wird ein gutes restliches Jahr für uns.“

Wirecard



Der Analyst der Schweizer Großbank Patrick Hummel geht in einer am Dienstag veröffentlichten Studie – angesichts der Corona-Krise und Rezessionsrisiken im laufenden Jahr – nun von einem Rückgang um neun Prozent der Tesla-Aktie aus. Im Forum von Tesla sind die User skeptisch aufgrund der sinkenden Gewinnerwartungen:

erwinsklein: „Wenn man die Begründung liest, warum viele Tesla nicht gekauft werden, kann man nur mit dem Kopf schütteln. Die Verkaufszahlen von Tesla dümpeln schon seit Anfang 2020 vor sich hin. Das 4. Quartal wurde von Elon für die minimale Erfüllung seiner herabgesetzten Verkaufszahlen genutzt. Dabei sind die Forderungen von Tesla ordentlich nach oben gegangen. Das sogar das Modell Y um sechs Monate vorgezogen wurde und somit wahrscheinlich die schlechten Produktionszahlen/Verkaufszahlen vertuschen soll, interessiert jene sowieso nicht. Da kommt das Gespenst Corona gerade richtig. Wer sich die Verkaufszahlen in Europa sowie China angesehen hat, der wusste schon, was das für exponentiell wachsende Unternehmen bedeutet. Es brauchte kein Coronavirus, damit die Verkaufszahlen in den Keller gehen. Jedoch haben jetzt die Fans die Chance zuzuschlagen. Anscheinend machen sie das aber auch nicht – wie sich in Grünheide zu bewerben! Sind eben nur scheinheilige Möchtegern-Ökos!“

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charliebraun: „Ja, bei Musk ist die nächste Goldgrube immer gleich um die Ecke. Das geht bei Tesla seit vielen Jahren so. Dabei ist die einzige Goldgrube, die Musk jemals gefunden hat: Investorengeld.“

xwin: „Das sind gute Nachrichten. Dann wird Tesla auf keinen Fall einen Bailout oder Staatshilfen brauchen und kann Beatmungsgeräte anstatt Autos bauen. Super! Da bin ich mal gespannt.“

Spike1987: „Welche Spinner haben denn die Aktie wieder so hochgeschossen? Wir stehen am Beginn einer Rezession. Niemand wird den überteuren amerikanischen Elektroschrott kaufen. Die Menschen, die sowas vielleicht mal gekauft hätten, werden zusehen, dass sie etwas zum Essen auf den Tisch bekommen und in den kreditfinanzierten Eigenheimen weiter wohnen können. Teslas erstes Quartal wird so unterirdisch werden, dass selbst der Battery Day nichts ändern wird. Und zukünftig wird es nicht anders sein, falls hier wieder ein Fanboy kommt und etwas von einer Wette auf die Zukunft faselt. Niemand guckt in einer Rezession auf Abgaswerte, die Politik wird froh sein, die Wirtschaft einigermaßen am Laufen zu halten. Meine Meinung.“

SAUBAERDERECHTE: „Aus die Maus und Schluss im Bus. Sollte in China und USA ähnlich ausfallen. Die einen haben die Karre schon, andere warten auf das Model Y. Bei Tesla ist immer wieder die Priorität in der Produktpalette famos. Eigentlich baut man nur Sachen, die keiner braucht. Und schiebt dann ab und an Teaser in den Saal. So wie den Roadster, den Semi oder den Cybertruck. Will man denn wirklich Autos verkaufen oder nur so viel, um die Story am Brodeln zu halten? Aktuell wird jedenfalls überhaupt nichts mehr produziert und in China gehen spätestens in zwei Wochen die Akkus und die Antriebsstränge aus.“

Apropos Akku – auch wir werden unsere nun wieder über das Wochenende aufladen und bedanken uns bei Euch für Eure Kommentare in diesen turbulenten Börsenzeiten!

Bis zum nächsten Mal,
Nicolas Ebert, wallstreet:online Zentralredaktion



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Kommentare

Eine merkwürdige Diskussion ...

Hamilton und Dräger (und ein paar andere) können Beatmungsgeräte (zertifiziert) bauen ...

... einen 3D Drucker oder anderes Produktionsequipment zur Ausweitung der Produktion können die sich auch schell hinstellen lassen und in Betrieb nehmen - wenn die Aufträge da sind - und das sind sie wohl :

https://www.welt.de/wirtschaft/plus206850889/Beatmungsgeraet…

... D 10000 Geräte, USA : 100000 Geräte (das ist die Jahresproduktionskapazität - nicht zwingend die bisherige Produktion aller Hersteller weltweit bisher)

Es wäre hier also nicht notwendig links und rechts bei Lautsprechern wie Musk zu schauen - sondern einfach die Jungs wie Dräger das machen zu lassen - was sie können - und ja :

Geld kann manchmal helfen ...

Defakto sieht es aber so aus :

Dräger hat 10.1 mio Stammaktien draussen und 7.6 mio Vorzugsaktien - derzeit notieren die bei 60 bzw. 90€ - also Marketcap von 1.3 Mrd - bei einem Umsatz im letzten Jahr (also vor Corona !) von 2.8 Mrd

-> KUV von 0.5

Wenn das eine amerikanische Firma wäre - wie die vom Lautsprecher Musk - dann müsste hier ein vielfaches (Faktor 4-10 ) beim KUV vorliegen - tut es aber nicht ...

Am Ende : Die Jungs haben defakto die Beatmung erfunden und haben jahrzehntelange Erfahrung - da sollte man ansetzen und die Produktion mit allen Mitteln skalieren - und wenn dazu mehr Geld notwendig sein sollte - dann bringt den Kurs auf ein adäquates Niveau und lasst sie ggf. 10% Vorzugsaktien emittieren - das dürfte wahrscheinlich schon reichen ...

Dräger hat bisher mit ca. 100 Mitarbeitern die fraglichen Beatmungsgeräte mit 200 Stück pro WOche produziert.

www.ln-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/...chaeft-von-Draeger

www.welt.de/print/die_welt/finanzen/...ete-fuer-das-Land.html

Die haben aber 1200 Mitarbeiter in Lübeck in der Produktion/Qualitätssicherung/Logistilk und gerade in den letzten Jahren eine völlig neue Fabrik (genannt Zukunftsfabrik) hingestellt - mit bis zu 330 Arbeitsplätzen ...
Ich höre von Einführung eines 3-Schichsystems in der Produktion ...

... also sieht es doch so aus als ob die im Rahmen Ihrer etablierten und zertifizierten Lieferketten so schnell skalieren wie möglich (Dräger sagt Vervierfachung bis Jahresende - was dann nach meiner Rechung schon 40000+ Maschinen pro Jahr sein müssten - mal sehen ...)
Am Ende sollte diese Jungs den maximalen Support bekommen und keine 6-Wochen Neuentwicklung ...

Aber darüber lese ich hier nix - Dräger ist irgendwie wohl zu unsexy und eche Zahlen sind offensichtlich mittlerweile "too much information" ...

Get it real - because this is real ...

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