Nordamerikanische Goldaktien schwach

Gastautor: Martin Siegel
30.03.2020, 08:45  |  594   |   |   

Der Goldpreis verbessert sich am Freitag im New Yorker Handel von 1.620 auf 1.628 $/oz. Heute Morgen gibt der Goldpreis im Handel in Shanghai und Hongkong nach und notiert aktuell mit 1.605 $/oz um 20 $/oz unter dem Niveau vom Freitag. Die nordamerikanischen Goldminenaktien entwickeln sich schwach. Die australischen Werte notieren heute Morgen uneinheitlich.


Von der Weltfinanzkrise zum Crack-up-Boom (Katastrophenhausse)

EZB beschließt das PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programme) im Volumen von 750 Mrd Euro und erhöht das Limit für alle Anleihe-Kaufprogramme auf 1.100 Mrd Euro. Mit dem Programm werden praktisch alle Beschränkungen für Anleihekäufe beseitigt. Die EZB kann jetzt alle Anleihen eines Landes mit jeder Laufzeit kaufen. Bisher waren die Käufe auf Anleihen im Volumen von bis zu 33 % der ausstehenden Anleihen und mit einer Laufzeit von über 12 Monaten beschränkt.


Die Edelmetallmärkte

Auf Eurobasis gibt der Goldpreis bei einem etwas leichteren Dollar nach (aktueller Preis 46.586 Euro/kg, Vortag 47.226 Euro/kg). Am 18.07.11 hat der Goldpreis die vorläufige Zielmarke von 1.600 $/oz nach einer zehnjährigen Hausse überschritten und wurde damit erstmals seit über 20 Jahren wieder fair bewertet. Durch Preissteigerungen und die Ausweitung der Kreditmenge hat sich der faire Wert für den Goldpreis mittlerweile auf 1.800 $/oz erhöht. Mit der anhaltend volatilen Entwicklung an den Finanzmärkten ist nach heutiger Kaufkraft ein Preisband zwischen 1.700 und 1.900 $/oz gerechtfertigt. Unter 1.700 $/oz bleibt der Goldpreis unterbewertet, über 1.900 $/oz (nach aktueller Kaufkraft) beginnt eine relative Überbewertung. Bei einem Goldpreis von über 1.800 $/oz können viele Goldproduzenten profitabel wachsen und die Goldproduktion insgesamt längerfristig erhöhen. Bei einem Goldpreis von unter 1.700 $/oz wird die Goldproduktion mittelfristig sinken. Wegen fehlender Anlagealternativen empfiehlt es sich, auch zum Beginn einer zu erwartenden Übertreibungsphase voll in Gold, Silber und in Edelmetallaktien investiert zu bleiben. Mit der zwischen 2011 und 2015 über mehrere Jahre negativen Berichterstattung wurden die schwachen Hände aus dem Goldmarkt vertrieben, so dass nach dem mehrfachen Ausverkauf mit einer längerfristigen stabilen und freundlichen Preisentwicklung gerechnet werden kann. In der kommenden Inflationsphase (Crack-up-Boom, Beschreibung in der Zeitschrift „Smart-Investor“, Ausgabe April 2009 (http://www.smartinvestor.de/pdf/Smart-Investor-4-2009-S-44-49.pdf) wird der Zielkurs des Goldpreises deutlich angehoben werden müssen.
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