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OTS norisbank GmbH / Konsumlaune der Deutschen sinkt / Auswirkungen von ...

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
02.04.2020, 10:02  |  188   |   |   

Konsumlaune der Deutschen sinkt / Auswirkungen von Coronavirus auch bei Kreditfinanzierungen spürbar (FOTO)
Bonn (ots) - Die Corona-Pandemie hat deutliche Auswirkungen auf die Anschaffungspläne der Deutschen. Der Aufschwung der Konsumlaune in den letzten beiden Jahren scheint trotz der nochmaligen Zinssenkung der EZB im Herbst letzten Jahres nur von begrenzter Dauer gewesen zu sein. Fast die Hälfte der Befragten gibt an, aufgrund der Corona-Krise zunächst die persönlichen finanziellen Auswirkungen abwarten zu wollen (2020: 45,0 Prozent). Entsprechend zurückhaltend sind die Deutschen weiterhin bei der Planung größerer Anschaffungen wie zum Beispiel einem neuen Auto, einer eigenen Immobilie oder neuen elektronischen Geräten. Ende 2019 plante noch jeder Fünfte eine größere Anschaffung, heute sind es nur noch 17,5 Prozent (2019: 21,0 Prozent; 2018: 23,4 Prozent). Das zeigen die repräsentativen Umfragen der norisbank, die sowohl im Oktober 2019 als auch im März 2020 durchgeführt wurden und entsprechend die Auswirkungen der Corona-Pandemie spiegeln.

Die Bereitschaft, eine größere Anschaffung tätigen zu wollen sobald die Geschäfte wieder offen sind, ist bei den Deutschen insgesamt spürbar gesunken. Die Ausbreitung des Coronavirus scheint diesen Trend noch zu verstärken. Insbesondere Frauen stellen ihre Konsumpläne in der aktuellen Situation zurück (2020: 16,5 Prozent; 2019: 22,7 Prozent).

Dennoch zeigt das Ranking der Anschaffungswünsche für 2020 trotz Corona-Pandemie klare Präferenzen: In Sachen Neuanschaffung dominiert weiterhin die Autobegeisterung (2020: 56,0 Prozent; 2019: 50,2 Prozent; 2018: 56,1 Prozent). Insbesondere in der Altersgruppe der 60- bis 69-Jährigen zeigt sich ein signifikanter Anstieg. Während Ende 2019 nur 46,7 Prozent eine Autoanschaffung für 2020 planten, sind es aktuell 84,6 Prozent.

Auch die Absicht, in ein Eigenheim zu investieren, wird immer beliebter (2020: 46,2 Prozent; 2019: 37,4 Prozent, 2018: 40,1 Prozent). Vor allem die 18- bis 29-Jährigen träumen von den eigenen vier Wänden: Mehr als die Hälfte erwägt den Kauf eines Eigenheims (2020: 54,0 Prozent; 2019: 49,2 Prozent; 2018: 41,1 Prozent; 2017: 39,1 Prozent). Entsprechend behauptet die eigene Immobilie im Gesamtranking der Anschaffungswünsche Platz zwei hinter dem neuen Auto oder Motorrad und vor elektronischen Geräten wie zum Beispiel einem neuen Fernseher, Laptop oder Smartphone.


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