Ölpreise drehen nach oben - China füllt Reserven auf, Trump befeuert Spekulationen

Anzeige
Nachrichtenquelle: Shareribs
02.04.2020, 15:39  |  2869   |   

London 02.04.2020 - Die Ölpreise zeigen am Donnerstag eine deutliche Gegenbewegung. Die Marktteilnehmer spekulieren auf eine Annäherung zwischen Russland und Saudi-Arabien. Die Rohölbestände in den USA stiegen massiv an.

Wie die Energy Information Administration gestern mitteilte, sind die Rohölbestände in den USA in der vergangenen Woche um 13,8 Mio. auf 469,2 Mio. Barrel angestiegen. Die Bestände von Benzin stiegen um 7,5 Mio. Barrel, die Bestände der Destillate gingen um 2,2 Mio. Barrel zurück. Diese befinden sich gegenwärtig um 13 Prozent unter dem Fünf-Jahresschnitt.

Die US-Raffinerien in den USA setzten täglich 14,9 Mio. Barrel Rohöl durch, 900.000 Barrel weniger als in der Vorwoche. Die Auslastung sank dabei 82,3 Prozent. Die Benzinproduktion ging auf 7,5 Mio. Barre zurück, die Produktion der Destillate stieg auf 5,0 Mio. Barrel.

Die Nachfrage nach Ölprodukten in den USA lag im Schnitt der vergangenen vier Wochen bei 20,1 Mio. Barrel/Tag, 2,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.

Die Förderung von Rohöl blieb unverändert hoch bei 13,0 Mio. Barrel/Tag. Die Importe von Rohöl sanken leicht auf 6,047 Mio. Barrel/Tag. Die Exporte sanken um 695.000 auf 3,155 Mio. Barrel/Tag.

 Trump befeuert Ölpreis-Rally

Die Ölpreise zeigen am Donnerstag eine deutliche Gegenbewegung. Grund dafür sind die Aussagen von US-Präsident Trump, laut denen er mit einem Deal zwischen Russland und Saudi-Arabien hinsichtlich der Angebotslage bei Rohöl rechne. Trump will sich zudem mit Vertretern der US-Ölbranche treffen. Dort sollen Möglichkeiten zur Unterstützung der Branche besprochen werden.

Maßnahmen zur Begrenzung der Produktion sind weiterhin bitternötig. Der Ölmarkt gilt als völlig überversorgt. Bei Rystad Energy geht man davon aus, dass die Nachfrage im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 23 Prozent auf 77,6 Mio. Barrel/Tag fallen dürfte.

Die US-Produzenten sehen sich einem massiven Druck gegenüber, da die Ölpreise massiv abgerutscht sind. Der Produzent Whiting Petroleum hat am Mittwoch einen Insolvenzantrag gestellt und Gläubigerschutz nach Chapter 11 beantragt. Das Unternehmen will seine Kosten senken und während einer Restrukturierung weiter arbeiten. Whiting Petroleum war einst der größte Ölproduzent in North Dakota.

Das gegenwärtig schwache Kursniveau nutzen einige Staaten, um ihre strategischen Bestände aufzufüllen. Bloomberg.com berichtet, dass China Rohöl für seine strategischen Ölreserven kaufen wolle.

Das Fass Brent-Rohöl steigt um 9,2 Prozent auf 27,02 USD, WTI-Rohöl verbessert sich um 9,7 Prozent auf 22,28 USD/Barrel.

Benzin jetzt über den Testsieger (Finanztest 11/2020) handeln, ab 0 € auf Smartbroker.de



Diesen Artikel teilen

Disclaimer

Ölpreise drehen nach oben - China füllt Reserven auf, Trump befeuert Spekulationen London 02.04.2020 - Die Ölpreise zeigen am Donnerstag eine deutliche Gegenbewegung. Die Marktteilnehmer spekulieren auf eine Annäherung zwischen Russland und Saudi-Arabien. Die Rohölbestände in den USA stiegen massiv an. Wie die Energy Information …

Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel