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Der Weg zum „Vermieter“ der Börse Die Strategie für „Mieteinnahmen“ durch clevere Aktieninvestments

Gastautor: Rainer Brosy
17.04.2020, 17:33  |  2649   |   |   

Jetzt in der Krise beschäftigen sich Anleger mehr denn je mit der Suche nach der richtigen Anlagestrategie für ihr Vermögen. Der Finanzexperte Ulrich Müller hat in den letzten 25 Jahren viele Erfahrungen am Börsenmarkt gesammelt und ein interessantes System entwickelt, das für jeden finanzielle Freiheit schaffen kann.

Finanzexperte Ulrich Müller, Bildquelle: Ulrich Müller Wealth Academy GmbH

Ist es sinnvoll bei den momentan stark fallenden Aktienkursen zu investieren, oder sollte man noch warten, bis die Auswirkungen des Coronavirus abschätzbar sind?

Der Markt ist momentan sehr volatil, wofür der VIX spricht. Teilweise ist dieser Indikator so hoch, wie beim Crash von 2008 oder 2001. Märkte gehen deshalb in einer Woche über 20% hinauf oder hinunter. Es ist deshalb mit Vorsicht zu genießen. Mein Ansatz ist es immer, ein System zu haben, das Regeln vorgibt. Und jedes System sollte auch einen Plan B haben - besonders bei diesen volatilen Märkten. Denn mit der richtigen Strategie kann es hier durchaus Sinn machen, einen Teil seines liquiden Geldes in Aktien zu investieren. Das hat zwei Vorteile: keiner weiß, wann der wirkliche Boden erreicht ist und jetzt der Moment da, in dem es viele Aktien mit 20-50% Rabatt gibt. Hier ist jedoch wichtig, dass nicht alles Geld sofort investiert wird. Besser ist es in kleineren Tranchen zu arbeiten. Der zweite große Vorteil ist, dass ich mit Aktien einen Sachwert kaufe. Übersetzt bin ich an einem Unternehmen beteiligt. Keiner weiß, was in Zukunft mit dem Euro oder USD passiert. Die Vergangenheit zeigt jedoch, dass Bargeld immer am schnellsten seinen Wert verloren hat, z.B. durch Inflation, Währungsreformen, etc. Hier ist es wichtig auf Unternehmen mit der richtigen Bewertung zu setzen. Unternehmen, die nur durch Banken erhalten werden und keinen substanziellen inneren Wert haben, sind hier oft die Verlierer und damit auch die Aktionäre.


Ich habe über 25 Jahre Börsenerfahrung und in den ersten 15 Jahren ein System entwickelt, mit dem ich seit 10 Jahren in dieser Form arbeite. Dieses System erlaubt es mir im aktuellen Markt noch höhere „Mieteinnahmen" also sonst zu generieren. Dabei mache ich mir mit der richtigen Strategie die hohe Volatilität zunutze.


Um die Antwort zusammenzufassen: Ja, man kann sehr wohl auch in diesem Markt einsteigen. Jedoch sollte man sich auskennen und immer einen Plan B haben und nicht durch „Gier frisst Hirn“ sein Geld verzocken. Klare Regeln und ein klares System sind in jeder Marktlage ein sehr guter und nötiger Begleiter.

Wie verhalten sich erfahrene Investoren und was ist jetzt die größte Gefahr?

Von Andrè Kostolany stamm ein ganz berühmtes Zitat:

„Wenn die zittrigen Hände verkaufen, kaufen die klugen Investoren ein."

So erlebe ich es auch bei einem Teil meiner Teilnehmer und in der Welt. Durch das Coronavirus haben wir momentan eine außerordentliche Situation. Bei einem Crash haben wir jedoch meistens eine außergewöhnliche Situation. Es herrscht einfach sehr viel Angst und Unsicherheit. Deshalb sehe ich die größte Gefahr, dass unüberlegte Entscheidungen aus Angst getroffen werden (wie ein Verkauf aus Panik, arbeiten mit Hebel durch erhöhte Gewinnchancen, etc.). Es gilt hier nicht wegzurennen und in Angst zu verfallen, sondern die Dinge mit Gelassenheit zu sehen, obwohl das in diesem Augenblick vielleicht sehr schwer zu sein scheint. Genau das machen erfahrene Investoren. Während alle Angst haben, freuen sich Investoren über günstige Einstiegspreise. Ich sehe meine Aufgabe in dieser Zeit, meinen Teilnehmern Mut zuzusprechen und mit den richtigen Strategien vertraut zu machen. Wenn ganz Deutschland stillliegt, bin ich und mein Team für unsere Teilnehmer da und arbeiten auf Hochtouren, um die bestmögliche Unterstützung zu gewährleisten.

Geschäftsführer Ulrich Müller, Bildquelle: Ulrich Müller Wealth Academy GmbH

Welche Vor- und Nachteile haben ETFs gegenüber anderen Anlagemöglichkeiten?

Ein ETF (engl.: „Exchange Traded Fund”) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index, wie beispielsweise des DAX, abbildet. Im Kern vereinen ETFs die Vorteile von Aktien und Fonds in einem Produkt.

ETFs ermöglichen es, mit einem Wertpapier kostengünstig in ganze Märkte zu investieren. Neben Aktien können Sie mit ETFs auch in viele
andere Anlageklassen investieren.

Der Nachteil ist ganz klar, dass ETFs nicht gemanagt werden. Es wird der gesamte Index nachgebildet und hat damit automatisch sowohl die „guten“ als auch
die „schlechten“ Aktien sein Geld investiert.

Die Grundidee von ETFs geht darauf zurück, dass man festgestellt hat, das statistisch gesehen die meisten aller Fonds Ihren Index nicht schlagen und zusätzlich die „hohen“ Kosten zu Buche schlagen.


Hieraus hat sich die Idee entwickelt den Index - nicht gemanagt - über ETFs nachzubilden.
Der große Gewinn liegt also zum einen in den Kosten die man über die Jahre (Jahrzehnte) spart.
Auch passiert eine automatische Bereinigung der Investments, weil z.B. im Dax jedes Jahr die Zusammensetzung neu strukturiert wird und somit die vermeintlichen „schlechten“ Aktien aus dem Index fliegen und „bessere“ wieder reinkommen.

Die Reichen auf der Welt investieren typischer Weise in Aktien, Bargeld und Immobilien. Anleihen und Rohstoffe sind der kleine Rest, um das Portfolio abzurunden.

Die Superreichen (ab ca. 30 Mio. Euro aufwärts) sind in der Regel nur in Aktien und Cash unterwegs und schichten je nach Börsenlage die Gelder zwischen Aktien (im Tief nachkaufen) oder Cash (im Hoch Gewinne mitnehmen) um.

Der Mittelstand in Deutschland zum Beispiel hat viel zu viel Geld auf Sparbüchern, Tagesgeld und Sichteinlagen, dies kommt bei Vermögenden so gut wie gar nicht vor...

Ulrich Müller generiert „Mieteinnahmen“ durch Aktien

Welche Vorteile haben Aktien als Geldanlage gegenüber z.B. Immobilien?

Eine Immobilie ist, wie der Name auch schon sagt, „immobil“. Das hat vielleicht Vorteile, aber auch sehr große Nachteile. Es kommt aber ganz auf den Typ Mensch darauf an. Immobilien haben einen relativen Verwaltungsaufwand, insofern man keine Hausverwaltung hat. Es ist wichtig sich beim Kauf von Immobilien gut damit auszukennen, da dort oft getrickst wird. Darüber hinaus gibt es noch sehr große Unterschiede, ob ich eine Immobilie nur vermiete oder selbst darin wohne. Wie bei Immobilien ist es auch wichtig, sich bei Aktien auszukennen und diese richtig zu bewerten. Dafür habe ich die letzten 25 Jahre an einem System gearbeitet und verbessert. Meine Lieblingsstrategie ist es dabei „Mieten einzunehmen“. Was jeder bei Immobilien kennt, hat noch fast keiner bei Aktien gehört. Aber auch hier kann ich einen positiven Cashflow generieren, indem ich Aktien vermiete.

Erfolg durch Diversifikation

Was sind die häufigsten Fehler beim Umgang mit Aktien?

Zwei Grundsätze, die ich auf meinen Seminaren schule sind, „Gier frisst Hirn“
und „Immer an die Regeln halten, bzw. mit Hebel 1 handeln“! Solange das eingehalten wird, kann einem fast nichts passieren.


Für Menschen ist es oft schwer sich zurückzuhalten, sobald sie sehen, wie einfach es ist, Geld zu verdienen. Zu weiteren Fehlern gehört noch die richtige Aktienallokation. Ich muss mein Depot richtig Diversifizieren, also über verschiedenen Branchen verteilt und auch die richtige Aufteilung in A-, B- und C- Werte. Wenn ich mein komplettes Depot in einer Branche mit überwiegend C-Werten investiert habe, besteht ein wesentlich höheres Risiko. Deshalb rate ich immer sich an folgende Aufteilung zu halten: 60 - 30 - 10 (A: 60%; B: 30%; C: 10%). Wer nur A- bewertete Aktien in seinem Portfolio haben will, kann dies auch tun. Nur mit B und C sollte man vorsichtig umgehen. Das ist übrigens auch ein oft vergessener Punkt, der bei einer Investition in Immobilen nicht gegeben ist. Mit einer Wohnung in Berlin ist man praktisch 0 diversifiziert. Nur wenn das Vermögen so groß ist, dass ich in verschiedenen Städten, Lagen sowie private und gewerbliche Immobilien investiert bin, kann man von Diversifikation sprechen.

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