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Ölpreise uneinheitlich - WTI-Preis fällt auf neues Tief seit 18 Jahren
Foto: Georg Henrik Lehnerer - 123rf Stockfoto

Ölpreise uneinheitlich - WTI-Preis fällt auf neues Tief seit 18 Jahren

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
17.04.2020, 17:58  |  1679   |   |   

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben sich am Freitag uneinheitlich gezeigt. Während der Preis für US-Rohöl an die jüngste Talfahrt anknüpfte und auf den tiefsten Stand seit 18 Jahren fiel, legte der Brentpreis zu. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im Juni kostete zuletzt 27,92 US-Dollar. Das waren 14 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte WTI sank hingegen um 1,72 Dollar auf 18,13 Dollar.

Zeitweise fiel der Preis für US-Öl bis auf 18,03 Dollar. Das ist der tiefste Stand seit 2002. Marktbeobachter verwiesen auf eine starken Anstieg der Ölreserven in den USA, die laut jüngsten Daten im Rekordtempo nach oben gehen. Demnach reagiert der Markt auf Sorgen, einer der größten Lagerstätten für Rohöl in Cushing stehe kurz vor seiner Kapazitätsgrenze. Die Preisentwicklung entkoppelte sich daher von der für Nordseeöl und brach ein.

Generell wurde auf das starke Überangebot an Rohöl auf dem Weltmarkt verwiesen. Experten werten jüngste Maßnahmen der in der "Opec+" organisierten Förderstaaten zur Stabilisierung der Ölpreise als nicht ausreichend. "Wir haben Rekordkürzungen gesehen, aber dies war nicht annähernd genug um den Markt ins Gleichgewicht zu bringen", sagte Warren Patterson, Rohstoffexperte der ING Bank. Selbst die Nachfrageprognose der Opec zeige, dass diese geringer sei als das Angebot.

Am Vortag hatte die Organisation erdölexportierender Länder (Opec) bekannt gegeben, dass sie einen drastischen Nachfrageeinbruch erwartet. Zuvor hatten bereits der Internationale Währungsfonds (IWF) wegen der Corona-Krise einen schweren Wirtschaftseinbruch und die Internationale Energieagentur eine deutlich niedrigere Rohöl-Nachfrage vorhergesagt.

Nachdem die von führenden Ölnationen vereinbarte Kürzung der Fördermenge in historischen Ausmaßen zuletzt den Ölpreis nicht nachhaltig hatte stabilisieren können, signalisierten Russland und Saudi-Arabien die Bereitschaft zu weiteren Einschnitten. In einer gemeinsamen Erklärung der Energieminister am Freitag hieß es, die Länder "beobachten den Ölmarkt weiter genau und sind bereit weitere Maßnahmen gemeinsam mit der Opec und anderen Produzenten zu ergreifen, sollte dies nötig sein"./jsl/he


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