Trotz Corona: GEZ-Gebühren sollen ab 2021 um 5% steigen!

Gastautor: Dr. Viktor Heese
21.04.2020, 11:39  |  2199   |   |   

Die Monopolisten beim ARD/ZDF kennen bei GEZ-Gebühren und ihren Gehältern keinen Spaß. Während hunderttausende Deutsche ihre Jobs auch ohne Corona verlieren, verdienen die Fernsehleute - ohne Pensionsdotierungen - im Durchschnitt 92.200 Euro im Jahr, so bei der ARD-Tochter WDR (Graphik unten) - und jammerten wegen einer geplanten Mini-Kürzung. https://assets.change.org/photos/1/qq/fc/GZqQfcrAceAOsis-800x450-noPad ... Bescheidenheit fehl am Platze. Kritiker der Selbstbedienung schreiben sich seit Jahren die Finger wund, passiert ist aber nichts. Wer als abhängiger Publizist zu tief in den offiziellen Gehaltszahlen stöbert, bekommt Probleme (vgl. unten). Deutschland 2020.

Wie geht so etwas? Kein Staatsfunk, aber der Staat bestimmt dennoch die Gehälter

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Die Deutschen verstehen es sehr gut, sich schnell mit Fiktionen zu arrangieren. Bei der Gesetzlichen Rente reden alle von der heiligen Kuh, dem Generationenvertrag, den es als juristisches Papierstück nicht gibt. Im Bereich des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks heißen die Fiktionen „Staatsvertrag“ und „unabhängige“ KEF-Kommission (Abk.: Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten), die Gehälter (Pensionen) der Anstalten festlegt. https://kef-online.de/de/suche/?q=22.Bericht&id=6&L=0. Sollten deutsche Rentner vielleicht eine eigene „Bedarfskommission“ gründen?

Denn die „KEF-Expertenkommission“ setzt sich aus Vertrauten der Landespolitik zusammen. Bestimmt der Staat ihre Gehälter, sind de facto die Angestellten der ARD, des ZDFs und des Deutschlandfunks schlichte Staatsbedienstete mit Sonderstatus. Sie werden allerdings viel üppiger als die Letzten besoldet. Die Politik braucht sie. https://www.merkur.de/leben/geld/gez-rundfunkbeitrag-geld-gebuehren-er ...

Warum verdienen WDRler eigentlich dreimal so viel wie ein Durchschnittsdeutscher?

Warum die deutschen TV-Leute im Durchschnitt mehr als DAX-Mitarbeiter, Generäle oder Professoren verdienen, bleibt das süße Geheimnis des politischen Klüngels. Angeblich liegt das an der einmaligen Kompetenz. https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/pruefkommission-kef-wi .... Selig wird der, der daran glauben kann! Ohne Wettbewerb kann dieses Talent nicht überprüft werden. Sicherlich blieben viele ARD-Stars joblos, müssten sie am freien Markt um die Quoten kämpfen.

Ein Prozent sparen in vier Jahren? Geht es noch frecher! 

Die geplanten 60,3 Millionen Euro Einsparungen beim Personalaufwand für die kommenden vier Jahre (2021-2024) sind bei einer Ist-Summe von knapp 6,6 Milliarden Euro (Milliarden nicht Millionen!) für die aktuelle Periode 2017-2020 eine bösartige Farce. Das sind kein ganzes Prozent! 

Das ist zudem Vergangenheit. 2021 soll es mit den GEZ-Gebühren 5% weiter heraufgehen! Billige Ausrede dabei, die liefernde Filmbranche – wohl nur die mit politisch korrekten Inhalten - soll vor Corona geschützt werden: https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/zur-rettung-der-filmbran ...

Wie wäre es mit einem starken Signal an die Öffentlichkeit durch eine freiwillige Einsparung von zehn Prozent für ein Fonds für Arbeitslose oder Sozialbedürftige? Top-Leute vom WDR wie Tom Buhrow, Eva-Maria Michel und Jörg Schönenborn könnten mit einem guten Beispiel vorangehen und etwas auf ihre Altersvorsorgeansprüche von 8,5 Millionen Euro verzichten!

Top-Moderatoren bereichern sich durch ARD-Lieferungen ihrer „Produktionsfirmen“ 

Gleicher Apell wäre an die Big Five des Talk-Betriebes (Will, Illner, Maischberger, Plasberg, Lanz) zu richten, die dank ihrer intransparenten „Produktionsfirmen“ – eine hochkarierte Farce im Hause ARD – reich geworden sind. Die Konstruktion, mit eigenem Arbeitgeber einen Leistungsvertrag abzuschließen, kann es nur bei der ARD/ZDF geben. In der Privatwirtschaft rollen dafür die Köpfe.

Wer die ARD-Gehälter unter die Lupe nimmt, kann schnell diffamiert werden!

Was hinter den Kulissen des ARD-Konzerns wirklich passiert, sickert nicht unbedingt nach außen – kein Wunder bei diesen Traumgehältern und der Arbeitsplatzsicherheit. Daher ist ein offizieller KEF-Bericht, den wegen seiner 420 Seiten kaum jemand liest, für den Analysten eine Informationsgrube.

Der Autor hatte vor einem Jahr bei Heise/Telepolis auf der KRF-Basis eine Kurzanalyse über die ARD-Gehälter verfasst und bekam mächtig Ärger mit den ARD-Oberen, wenngleich nur über Strohmänner. https://www.heise.de/tp/features/Update-ARD-Durchschnittliche-Monatsve .... Erst tauchten merkwürdige Kommentare „empörter“ Heise-Leser auf, dann ein ver.di-Schreiben an die Chefredaktion (warum mischten sich die Gewerkschafter ein?), im Nachhinein ein Artikel eines „freien Redakteurs“ mit Nazi-Vorwürfen https://www.mmnews.de/vermischtes/109641-heise-telepolis-macht-ard-kri ... gefolgt vom Rückzug eines Artikels bei Focus und last but not least Rausschmiss als freier Publizist bei Heise/Telepolis. Noch Fragen Kienzle?

Fazit: Um das ARD-Monopol zu kippen, hilft primär ein Bürgerliches Fernsehen

Kein GEZ-Boykott und keine Bildschirmabstinenz helfen, das Monopol zu brechen, sondern ein durchdachtes Konzept, wie eine Konkurrenz, ein Unabhängiges Bürgerliches Fernsehen, https://www.youtube.com/watch?v=3NXfuB4iVhc&list=PLeCDw83hPAAoMfyOQQV3frbjn7nO9DQOQ&index=6&t=34s aufgebaut werden könnte. 

Autor: Dr. Viktor Heese

https://www.youtube.com/channel/UCEnrp5z3Rq5-NOIZmUU7NSg/about
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