Corona-Effekt 68 Prozent der Beschäftigten wollen nach der Krise nicht dauerhaft zurück ins Büro (FOTO)

Nachrichtenagentur: news aktuell
23.04.2020, 13:30  |  1150   |   |   
Jena (ots) - 41 Prozent der Beschäftigten arbeiten derzeit von zu Hause. Das ist
ein Ergebnis der repräsentativen ESET-Studie "Veränderung der Arbeitswelt durch
Corona", die im Auftrag des europäischen IT-Sicherheitsherstellers von YouGov im
April 2020 durchgeführt wurde. Doch wie sieht es nach der Corona-Krise aus? 68
Prozent der Beschäftigten wünschen sich eine Lockerung der Regelungen. Sie
wollen entweder mindestens einen Tag in der Woche von zu Hause arbeiten (29
Prozent), flexibel entscheiden können, ob sie im Heimbüro oder in der
Dienststelle tätig sind (31 Prozent). Acht Prozent der Mitarbeiter können sich
sogar ein Arbeitsleben ohne festen Arbeitsplatz im Firmengebäude vorstellen. Die
Ergebnisse zeigen: Das Thema Digitalisierung ist auch nach Ende der
Ausnahmesituation dringlicher denn je. Unternehmen kommen auf Dauer nicht umhin,
ihren Mitarbeitern ein verändertes Arbeitsumfeld zu bieten. Das bedeutet, dass
das Thema IT-Sicherheit schnellstmöglich wieder auf die Unternehmensagenda zu
setzen, damit Heimarbeitsplätze nicht zu "trojanischen Pferden" für den Schutz
von Firmendaten werden. Auch hier zeigt die Studie einen großen Nachholbedarf
nach der Krise.

"Die Corona-Krise hat die Digitalisierung in den Unternehmen beschleunigt und
auch vielen Mitarbeitern ungewohnte Freiheiten in ihrer Arbeitswelt eingeräumt.
Beim Thema IT-Sicherheit sehen wir bei Firmen noch einen gravierenden
Nachholbedarf", erklärt Holger Suhl, Country Manager DACH bei ESET. "Nicht
einmal jeder Dritte hat für die Arbeit in den heimischen vier Wänden eine volle
technische Ausstattung und IT-Richtlinien von seinem Arbeitgeber erhalten, 14
Prozent nutzen für berufliche Zwecke ihre privaten Geräte - nicht nur aus Sicht
der Datensicherheit ein GAU."

Anzahl der Heimarbeit ist rasant gestiegen

Fast die Hälfte der Beschäftigten (41 Prozent) sind derzeit von zu Hause tätig.
Davon wurden fast 70 Prozent erst durch die aktuelle Situation ins Home-Office
geschickt. "Es mussten von einem Tag auf den anderen Infrastrukturen geschaffen
werden, die es Mitarbeitern erlauben, in den eigenen vier Wänden zu arbeiten.
Improvisieren stand auf der Tagesordnung. Das gilt es, für die Zukunft auf
stabile Füße zu stellen", so Suhl.

Rüstzeug für das Arbeiten von zu Hause häufig nur unzureichend

Nur 27 Prozent der Befragten wurden von ihrem Arbeitgeber mit kompletter Technik
und Verhaltensrichtlinien für die Arbeit im Home-Office ausgestattet. Ein
Viertel hat keinen IT-Leitfaden bekommen, was es im Heimbüro zu beachten gilt.
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