Wirecard – woran lag der letzte Kursrückgang?

Gastautor: Daniel Saurenz
26.04.2020, 11:17  |  1551   |   |   

War es das doch schon? Ist Wirecard durch? 135 Euro zeigt die Aktie am Donnerstag morgen und bei vielen Investoren herrscht Hoffnung vor, die man mit dem Turbo-Bull MC82Q0 umsetzte. Berechtigt? Vermutlich schon. Wir hatten im Börsendienst (hier zum abonnieren oder gerne auch einfach zum Testen für 14 Tage) die Region 140/150 als Ziel ausgerufen mit ersten Rückschlag an der unteren Grenzen. So kam es, denn am Freitag waren 133 wieder auf der Uhr. Psychologie, aber auch das ganz kurzfristige Sentiment waren entscheidend. Wie verhält man sich aber überhaupt beim Trading mit Wirecard! Auch das erläutern wir  am 29.4 in unserem großen LIVE-Trading-Tag – Anmeldung via info@feingold-research.com zum Vorzugspreis von 350 Euro für den gesamten Tag von 8.30 Uhr bis 22 Uhr. Dort erklären wir auch das Swing-Trading, das jeden Tag der letzten Woche geklappt hat, so auch am Freitag. Es brachte richtig schönen Gewinn. Grund – das etwas andere Plunge Protection Team. Auch das – im Video! Hier zu sehen. 

Nun aber noch einmal ausführlich zu Wirecard. Wir haben die Lage zusammengefasst für alle, die auf dem Laufenden sein wollen:

Wirecard und die Fragezeichen

 

Die Aktie von Wirecard beschäftigt deutsche Anleger wie keine andere. Daran kann auch der Ölpreis oder die Corona-Krise nichts ändern. Die Sonderprüfung geht in die Endphase. Wird alles gut?

 

Wirecard ist schon eine verrückte Geschichte. Im April 2019 waren wir auf dem Gipfel des Skigebiets von Garmisch-Partenkirchen und nahmen unser tägliches Video für unseren Börsenbrief auf. Umstehend waren keine Skitouristen zu sehen, nur eine Gruppe von 20 Bundeswehrsoldaten. Während unserer kleinen Videoproduktion schnappte der Oberst das Wort „Wirecard“ auf und Minuten später befanden wir uns in einer Gruppendiskussion um Tradingmöglichkeiten auf Wirecard. Die halbe Truppe hielt Positionen. Und jeder hatte eine Meinung zur Aktie, long oder short.

 

Wirecard ist in Sachen Trading die Volksaktie Nummer eins. In unserem Börsenbrief waren wir sowohl bei Anlagepapieren als auch bei den Turbos seit März recht offensiv gestimmt bei Wirecard. Zumindest für unsere Verhältnisse, denn die Kommunikation bei Wirecard lud noch nie ein, die Aktie zu feiern. Das Geschäftsmodell schon eher, sofern es sauber ist. Dass es vielversprechend ist zeigt die hervorragend laufende Aktie vom Konkurrenten Adyen aus den Niederlanden.

 

Am Mittwoch nun haben wir spät abends die Verlautbarungen von Wirecard nochmal auf den genauen Prüfstand gestellt und bleiben bei der Ansicht, dass man mit etwas Vertrauen optimistisch bleiben kann in der Aktie. So sehen es auch viele private Trader, die Wirecard beispielsweise bei eToro rege handelten und primär zu Kaufpositionen griffen. Wenngleich bis 27.4 natürlich auch die Skeptiker immer wieder ihre Zweifel anmelden werden spricht vieles eher für WDI, wo die passenden Long-Möglichkeiten sind: WKN CX1P1N für die ganz bescheidenen mit Hebel 1,5 – WKN KB13N0 mit Hebel 4.

 

Warum? Nun – zum einen hätte Wirecard berichten müssen, wenn in den bisher geprüften Unterlagen irgendwas gefunden worden wäre. Diese sollten also sauber sein. Offenbar hat WDI noch etwas nachgeliefert, dass man mit folgender Zeile lesen kann: „In den verbleibenden Tagen sollen noch eingegangene Datenbestände verarbeitet und berücksichtigt werden.” KPMG prüft dies also noch. Dazu wurden die Jahre 2016 bis 2018 schon als „ok“ bewertet, nichts wurde gefunden.

 

Wir wollen den Tag nicht vor dem Abend loben und natürlich gibt es noch die FT, den Blogger Dan McCrum und andere Short-Seller, die sich auf die Berichte am 27.4 wieder stürzen werden. Doch soweit so gut sieht WDI in der Tat sauberer aus als mancher dachte und mit KPMG hat man als Prüfer flapsig formuliert nun keine Pommesbude ausgewählt. Da dies fundamental die Aktie auf die Liste vieler Investoren setzt, halten wir Kurse oberhalb 150 weiter für realistisch.

 

Übrigens dürfte der viel kritisierte Tim Albrecht von der DWS ein Fässchen Fassbrause aufmachen. Er hatte seine Fonds bei der DWS mit Wirecard-Papieren förmlich bis zum Maximum aufgepumpt und sich damit ganz weit aus dem Fenster gelehnt. Die jüngste Kursentwicklung gibt der DWS recht und bezogen auf den Einstandspreis sollte man jetzt im Gewinn liegen.

 

hier unsere mail – mit dem Memory-Papier

Liebe Leser,
es ist soweit: Endlich wollen wir mal wie versprochen Memory Expresse erklären. Wir beginnen mit der WKN ST286M. Basiswert ist Bayer.
Die Laufzeit: 10.7.2023
Die Bedingungen: 3,9% Zinskupon jährlich.
Der Startpreis der Aktie: 94,05 Euro
Was passiert am 10.7.23? Bayer muss bei 65% des Startpreises notieren. 61,15 Euro.
Und dann? Passiert dies, dann bekommt man rückwirkend! Alle fünf 3,9% Kupons ausgezahlt (2019 fiel auch ein Kupon von 3,9% an, den muss man berücksichtigen). Und – das Zertifikat gibt es zu 100 Euro zurück.
Aktueller Kurs des Zertifikats: 69 Euro. Hier zu sehen - WKN ST286M.
Bedeutet: Bayer Aktie notiert aktuell bei 59 Euro. Sie muss 2 Euro zulegen bis 10.7.23, dann fährt man 5x einen Zins von 3,9% ein plus die Rendite von 69 auf 100 Euro nämlich 45 %.
Bleibt am Ende als Fazit – bei diesem Memory Express beträgt die finale Auszahlung falls Bayer es schafft, in den nächsten 3 Jahren 2 Euro zuzulegen
100 Euro plus 5x 3,9% (19,5) = 119,5 Euro.
69 x 1.73 = 119,50. Wenn wir richtig gerechnet haben, dann ergeben sich also 73% Rendite bis 10.7.23 für dieses Papier.
Mehr davon gibt es in den nächsten Tagen. Bei Fragen – fragt uns. Wir finden diese Papiere sehr spannend. UND – Ihr müsst sie nicht sofort kaufen. Aber eine Art „Watchlist“ für Papiere dieser Art kann nicht schaden.
Vg Euer TEAM FR
….PS: auch das Papier ST67YR auf Wirecard ist sehr interessant. Zwar ist der Kurs höher mit 87 Euro, jedoch steht ein hoher 13,5% Kupon bereit.
Wirecard AG Express Sonstige 110,85 bis 2023/11 (SG) jetzt ab 0€ handeln - auf Smartbroker.de



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