Wochenvorschau vom 02. bis 08. Mai 2020

Gastautor: Dr. Ulrich Kater
30.04.2020, 17:18  |  5827   |   |   

Die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche

Euroland: sentix-Umfrage (Montag)

Der Weg vom „Shutdown“ zum Hochfahren ist ein schwieriger und vor allem kein schneller Weg. Die sentix-Umfrage liefert die ersten Umfrageergebnisse, nachdem mehrere Regierungen erste Lockerungen beschlossen und weitere in Aussicht gestellt haben. Eigentlich sollte sich dies zuerst in den Erwartungen bemerkbar machen. Doch weil diese in der Corona-Krise vergleichsweise stabil geblieben sind, ist deren Erholungspotenzial auch nicht so ausgeprägt. Anders verhält es sich bei der Lagebeurteilung. An zwei Rekordrückgänge in Folge könnte sich im Mai ein erster Rekordanstieg anschließen. Da sich die Lockerungsmaßnahmen aber noch nicht in harten Zahlen manifestiert haben, steckt auch darin eine gute Portion Hoffnung. Insgesamt steigt der sentix spürbar an.


Deutschland: Produktion im produzierenden Gewerbe (Donnerstag)

Der März stand unter keinem guten Stern. Mit Verzögerung erreichten die Störungen der Lieferketten durch den „Shutdown“ in China Deutschland. Gleichzeitig wurde in Europa ein „Shutdown“ umgesetzt, der nicht nur die hiesigen Lieferketten unterbrach, sondern auch die wichtigsten Absatzmärkte deutscher Unternehmen lähmte. Vor allem die Automobilindustrie und die von ihr abhängigen Branchen reagierten ab etwa der Monatsmitte auf diese Situation mit Produktionsstopps. So sank die produzierte Stückzahl an Automobilen um fast 40 % gegenüber dem Vormonat. In den anderen Branchen kam es zumindest zu einer spürbaren Drosselung der Produktion. Der starke Einbruch der Industrieproduktion dominiert die Entwicklung der Produktion im produzierenden Gewerbe, die zweistellig gesunken sein dürfte.

USA: Arbeitsmarktbericht (Freitag)

Der US-Arbeitsmarktbericht für April wird historisch ausfallen: Zwischen Mitte März und Mitte April sind die Anträge auf Arbeitslosenhilfe in der Summe um 22 Millionen angestiegen. Allerdings hat nicht jeder Antragssteller seinen Job verloren, und umgekehrt hat nicht jeder mit Jobverlust einen Antrag gestellt. Gleichwohl liefert diese Statistik den besten Hinweis, wie schlimm es um den Arbeitsmarkt im April bestellt war. Die Arbeitslosenquote dürfte daher einen deutlichen Sprung machen und ein historisch einmaliges Niveau erreichen. Einen Sprung nach oben erwarten wir auch bei den durchschnittlichen Stundenlöhnen: Im Bereich Freizeit und Gastronomie werden die mit Abstand niedrigsten Löhne gezahlt. In diesem Bereich ist mit dem deutlichsten Beschäftigungsabbau zu rechnen. Durch den Wegfall des Bereichs geht der Durchschnitt nach oben.

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Disclaimer: Diese Darstellungen inklusive Einschätzungen wurden von der DekaBank nur zum Zwecke der Information des jeweiligen Empfängers erstellt. Die Informationen stellen weder ein Angebot, eine Einladung zur Zeichnung oder zum Erwerb von Finanzinstrumenten noch eine Empfehlung zum Erwerb dar. Die Informationen oder Dokumente sind nicht als Grundlage für irgendeine vertragliche oder anderweitige Verpflichtung gedacht. Sie ersetzen keine (Rechts- und / oder Steuer-) Beratung. Auch die Übersendung dieser Darstellungen stellt keine derartige beschriebene Beratung dar. Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert und zusammengestellt. Die hier abgegebenen Einschätzungen wurden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen und stammen aus oder beruhen (teilweise) auf von uns als vertrauenswürdig erachteten, aber von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen. Eine Haftung für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der gemachten Angaben und Einschätzungen, einschließlich der rechtlichen Ausführungen, ist ausgeschlossen. Die enthaltenen Meinungsaussagen geben die aktuellen Einschätzungen der DekaBank zum Zeitpunkt der Erstellung wieder, die sich jederzeit ohne vorherige Ankündigung ändern können. Jeder Empfänger sollte eine eigene unabhängige Beurteilung, eine eigene Einschätzung und Entscheidung vornehmen. Insbesondere wird jeder Empfänger aufgefordert, eine unabhängige Prüfung vorzunehmen und/oder sich unabhängig fachlich beraten zu lassen und seine eigenen Schlussfolgerungen im Hinblick auf wirtschaftliche Vorteile und Risiken unter Berücksichtigung der rechtlichen, regulatorischen, finanziellen, steuerlichen und bilanziellen Aspekte zu ziehen. Sollten Kurse/Preise genannt sein, sind diese freibleibend und dienen nicht als Indikation handelbarer Kurse/Preise. Bitte beachten Sie: Die frühere Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Diese Information inklusive Einschätzungen dürfen weder in Auszügen noch als Ganzes ohne schriftliche Genehmigung durch die DekaBank vervielfältigt oder an andere Personen weitergegeben werden.

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Gastautor

Dr. Ulrich Kater
Chefvolkswirt, DekaBank

Der promovierte Volkswirt war von 1995 bis 1999 im Stab der „fünf Wirtschaftsweisen“ für die Themen Geldpolitik und Kapitalmarkt verantwortlich. Seit 1999 hat er maßgeblich zum Aufbau der Volkswirtschaftlichen Abteilung der DekaBank beigetragen, ist seit 2004 Chefvolkswirt der DekaBank und übernahm 2006 den Vorsitz der Kommission Wirtschaft und Finanzen im Verband Öffentlicher Banken, den er bis heute innehat.

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