LUFTHANSA: Kapitalerhöhung zu 5 Euro? Warren Buffett macht bei Airlines komplett Kasse!

04.05.2020, 00:45  |  8878   |   |   

Star-Investor Warren Buffett hat sich komplett von seinen Beteiligungen in Airlines verabschiedet. Buffett gab im Rahmen der virtuellen Hauptversammlung von Berkshire Hathaway in Omaha vergangenen Samstag bekannt, der alle seine Airlines-Beteiligungen, Delta Air Lines, American Airlines, Southwest Airlines und United Airlines verkauft hat. Laut seinen Aussagen hat sich die Welt für das Geschäft von Fluggesellschaften massiv verändert. Wir meinen: Recht hat er. Stark, wie er zügig auch die Reißleine zieht, wenn sich ein Investment in die falsche Richtung bewegt. Von daher kam unsere Warnung für die Aktie der Lufthansa in der vergangenen Woche zum exzellenten Zeitpunkt.

Die Deutsche Lufthansa AG ist so etwas wie der hiesige Nationalstolz am Aktienmarkt. Aufgrund des Luftfahrtverkehrsgesetzes müssen Inländer die Mehrheit der Aktien halten. Die Kranich-Airline ist das bevorzugte luftfahrtgestützte Fortbewegungsmittel der Wirtschaft; die liebevoll im Volksmund „Hanse“, oder von Vielfliegern auch gerne „Luftwaffe“, genannte Fluglinie gehört einfach zum Inventar. Dass wie in jedem guten Haushalt auch mal Inventar Schaden nehmen kann oder gar kaputt geht, wird im Falle der aktuellen Krise der „Hanse“ gerne ausgeblendet. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Maschinen am Boden, das Personal in Kurzarbeit, die Kasse leert sich täglich, weil Kosten weiterlaufen und schlicht keine Umsätze hereinkommen und das Ende der Corona-Krise nicht absehbar oder gar planbar ist. Unverschuldet sind die Airlines global die ersten Opfer dieser Krise. Doch unabhängig von der Frage des Verschuldens ist es Fakt, dass LH-Chef Carsten Spohr, ein zupackender Mann mit ausgeprägtem Ego, nun staatliche Hilfe verhandelt. Hinter verschlossenen Türen wird in Berlin, Bern, Brüssel und Wien mit den jeweiligen Regierungen verhandelt. Spohrs Ziel dabei – bis zu 8 Mrd. Euro, und das am besten gestaffelt von den jeweiligen Ländern und als Fremdkapital oder stille Beteiligung, damit der dann konsequente Staatseinfluss, etwa über den Aufsichtsrat, außen vor bleibt. Gelingt der „Hanse“ dieses Kunststück, und kann die vom Markt eingepreiste Kapitalerhöhung vermieden werden, dürfte die Aktie einen Boden finden. Verhandeln die Vertreter der Länder klar und logisch und wollen Mitspracherechte haben, so dürften Kurse oberhalb der 5 Euro-Marke nicht zu verargumentieren sein. Auch wenn es dem deutschen Michel weh tut, aber die „Hanse“ ist ein Short auf das kommende Event des frischen Geldes. Das Fallbeispiel Einstieg Deutschland bei der Commerzbank lässt grüßen.

Das "Grounding" der Lufthansa, also die Insolvenz bzw. das in Medien kolportierte Schutzschirmverfahren, schließen wir aus. Dazu wirds nicht kommen. Es mag sein, dass Spohr mit dem Insolvenzfähnchen geweht hat, aber in der Realität ist das nur schwer umsetzbar, sofern der Staat die gewünschten Gelder zur Verfügung stellt. Für die Aktie heißt es aber in jedem Fall nichts Gutes....

www.vorstandswoche.de

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