Viel zu billig: Immer mehr Investoren setzen auf Silber!

07.05.2020, 13:53  |  6993   |   |   

Das Gold-Silber-Verhältnis befindet sich immer noch auf historisch hohem Niveau. Anleger aber nutzen die niedrigen Preise zum Kauf von Silber. Die Analysten der Bank of America glauben, dass Kurse um 20 Dollar je Unze drin sind. Und sie sind nicht die einzigen Optimisten im Markt.

Hat die Outperformance schon begonnen?

Im März stieg das Gold-Silber-Verhältnis auf den Rekordwert von 125. Zwar gab es hier inzwischen einen leichten Rücklauf, doch mit aktuell 113 befindet sich diese viel beachtete Kennzahl immer noch auf einem extrem hohen Niveau. Silber konnte also Gold zuletzt outperformen. Nun gibt es zwei Möglichkeiten, wie diese Ratio wieder auf ein vertretbares Niveau kommt. Entweder sinkt der Goldpreis kräftig; doch danach sieht es mit Blick auf die Gelddruckorgien der Notenbanken und der globalen Rezession nicht aus (mehr hier). Oder aber der Silberpreis legt kräftig zu. Das halten wir für deutlich wahrscheinlicher. Und wir sind nicht die einzigen im Markt, die dies glauben.

Zuflüsse in ETF steigen kräftig

So erhöhen Privatanleger seit dem Absturz des Silberpreises im ersten Quartal sukzessive ihre Positionen in entsprechenden ETF. Auch deshalb dürfte der Preis zuletzt eine Outperformance gegenüber Gold gezeigt haben. Aktuell halten Silber-ETF laut Bloomberg-Daten etwa 680 Mio. Unzen, das sind 80 Mio. Unzen mehr als zum Zeitpunkt des Silber-Preistiefs Mitte März bei 11,62 Dollar. Doch das sollte noch nicht das Ende sein. Charttechnisch gelang das nachhaltige Überschreiten der Marke um 14,70 US-Dollar je Unze. Aktuell scheint Silber rund um die 15 Dollar-Marke Kraft zu tanken. So mancher Charttechniker sieht dies als Sprungbrett für deutlich höhere Kurse. Je länger Gold ordentlich performt, desto mehr Spekulanten werden Silber als billig ansehen und kaufen, sagte jüngst ein kanadischer Hedge Fund-Manager gegenüber der Financial Times.

Analyst sieht die 20 Dollar-Marke fallen

Die Profis müssen also zurück in den Markt. Und die ersten Analysten scheinen ebenfalls dieser Meinung zu sein. So glaubt die Bank of America, dass Silber in den kommenden 12 Monaten deutlich zulegen wird und hat ihr Kursziel auf mehr als 20 Dollar je Unze angehoben. Die Analysten verweisen dabei zum einen auf die historischen Gold-Bullenmärkte, in denen Silber stets den „großen Bruder“ outperformte. Zudem vergleichen sie die Entwicklung heute mit der zur Zeit der Finanzkrise. Zwischen 2008 und 2011 legte die Silbernotiz um mehr als 440 Prozent auf knapp 49 Dollar je Unze zu. Kurzfristig könnte es zudem einen Sondereffekt geben. So sind derzeit die Minen in Mexio, dem größten Silberproduzenten, bis 31. Mai aufgrund staatlicher Vorgaben geschlossen. Das machte sich schon in den schwachen Zahlen von Pan American Silver bemerkbar, die einen Verlust für das erste Quartal aufweisen mussten. Noch schlimmer läuft der Mai bisher für First Majestic Silver. Da steht der komplette Betrieb in Mexiko still. Parallel zur sinkenden Nachfrage aus der Industrie reduziert sich also auch das Angebot an Silber.

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