Kostenlose Aktiendepots liegen im Trend

Gastautor: Martin Brosy
14.05.2020, 11:00  |  279   |   |   

Gerade in Zeiten uneingeschränkter Information und Wissen, ist der Handel mit Aktien, Derivaten, ETF`s und co. kein Thema mehr welches ausschließlich von Großbanken oder professionellen Anlegern interessant ist. Im Jahr 2020 ist die Anlage in unterschiedlichste Formen insbesondere durch das Internet für jeden verfügbar geworden und gewinnt immer mehr an Interesse.

Es ist nicht mehr erforderlich in seine Hausbank zu gehen, ein Beratungsgespräch zu führen und dann bis zu 1% Ordergebühr für den Kauf diverser Aktien zu bezahlen. Sicher, das Bild existiert bestimmt noch in vielen Köpfen. Man geht in die Bank, kauft Aktien und bekommt dann ein Stück Papier mit (bzw. mehrere) und daheim legt man sich dieses „Wertpapier“ dann in einen Tresor.

Doch ist dieses Bild schon lange nicht mehr real. Durch Onlinehandel und eine Vielzahl von Onlinebrokern ist es möglich, innerhalb von wenigen Minuten Aktien zu erwerben. Hierfür fallen dann gewisse Ordergebühren an die meist von dem Ordervolumen abhängen. Die genauen Kosten sind je nach Broker, wie zum Beispiel Consors Bank, ING-Diba oder Comdirect verschieden.

Es gibt immer mehr kostenlose Broker

Der Trend stammt aus den USA wo kostenlose Broker wie Robin Hood inzwischen den Markt aufgerüttelt haben. Auch in Deutschland drängen nun Fintech Statups auf den Markt die den kostenlosen Aktienhandel anbieten. Diese Firmen lehnen jegliche Ordergebühr ab und machen den bisherigen Banken ordentlich Druck.

Denn, warum soll ein Kunde für etwas zahlen, wenn es den Service auch Gratis gibt? Diese neuen Geschäftsmodelle, welche sehr schlank gestrickt sind, machen es möglich dem Kunden den Kauf von Aktien ohne Gehühren anzubieten.

Die Inhaber bzw. Gründer stammen in der Regel aus diesem Segment und waren bei den „großen“ Banken angestellt. Die Namen der Unternehmen dieser „Rebellen“ lauten Justtrade, Gratisbroker oder Trade Republic, wie man in diesem Vergleich bei finanz-markt.com nachlesen kann.

Wie verdienen kostenlose Broker Geld?

Jedes Unternehmen will Geld verdienen. Ehrenamtlich wird sich niemand darum kümmern andere zu einem Vermögen zu verhelfen. Bei den neuen Brokern, die den Handel mit Aktien umsonst anbieten, sieht das nicht anders aus.
Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten wie ein Gratisbroker Geld verdienen kann

• Depotanbieter erhalten Bestandsprovisionen
• Einnahmen durch Zahlungen von Market Makern, Produktherstellern und
Handelspartnern

Bestandsprovisionen:

ETFs und Fonds verursachen aufgrund von Verwaltung und Fondsmanagement jährliche Kosten, welche auch in der Kostenquote erkennbar sind. Als Kunde bzw. Käufer bemerkt man von diesen Gebühren nichts, denn diese werden laufend über das gesamte Jahr verteilt und aus dem Fondsvermögen entnommen.

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