Keynesianismus – Mission fast erfüllt

Gastautor: Markus Ross
15.05.2020, 10:47  |  2076   |   |   

„Wer die bürgerliche Gesellschaft zerstören will, muss ihr Geldwesen verwüsten.“
Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924)

Lenin war der bolschewistische russische Revolutionsführer und Begründer der Sowjetunion. Er war auch einer der größten Massenmörder des 20. Jahrhunderts, der in seiner relativ kurzen Regierungszeit geschätzte 4 Millionen Menschen hat umbringen lassen und mit dem Bau von etwa 340 Konzentrationslagern die Grundlage für das Gulag-System Stalins gelegt hat, dem dann im Laufe der Zeit weitere knapp 40 Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind.

Sein Bewunderer John Maynard Keynes, bekennender Sozialist und sogar nach eigenem Bekunden zumindest zeitweilig auch ‚Bolschewik‘, ist gerade dabei, Lenins Mission zu vollenden: das westliche Geldsystem steht vor dem Kollaps.

‘The only course open to me is to be buoyantly bolshevik’
John Maynard Keynes (nach der Machtübernahme Lenins und der Bolschewiken am 7. November 1917)

Wie konnte es dazu kommen? Was ist ‚Keynesianismus‘ und was macht ihn so gefährlich und im negativen Sinne so „erfolgreich“?

‚Keynesianismus‘ ist eine extrem staatsorientierte, sozialistisch-merkantilistische Wirtschaftsideologie, die dem Staat eine zentrale Rolle im Wirtschaftsleben zuschreibt – mit entsprechend viel Macht und Einfluss für Politik und Bürokratie. Und genau darin liegt auch die Ursache begründet für seinen dominierenden Einfluss in der westlichen Welt seit nunmehr fast 100 Jahren: Politiker und Bürokraten lieben Macht, Einfluss und Zugriff auf die Geldtöpfe eines Landes. Und Keynes lieferte ihnen die „wissenschaftliche“ Rechtfertigung dafür.

Der Keynesianismus geht auf das 1936 im Zeichen der Weltwirtschaftskrise veröffentlichte Buch von John Maynard Keynes zurück „The General Theory of Employment, Interest, and Money“. 

Die Weltwirtschaftskrise begann im Jahr 1929 nach einem mehrjährigen Boom, der von einer enormen Börsenhausse begleitet war. Die dann folgende Krise hatte hinsichtlich Dauer und Ausmaß eine bis dato unbekannte Dimension und prägte so das Denken der Menschen für lange Zeit. 
Über die Gründe für die katastrophale Entwicklung gibt es die unterschiedlichsten Ansichten. Auf jeden Fall gilt wohl auch für diesen Crash, dass je größer die vorangegangene Boom-Phase ist, desto größer auch die darauffolgende ‚Bust-Phase‘ ausfällt. 
In der Realwirtschaft kam es in der damaligen Zeit zu größeren Umbrüchen, die auch ohne vorangegangenen Boom zu Pleiten und vorübergehender Arbeitslosigkeit geführt hätten: in der Landwirtschaft zum Beispiel wurden durch den Einsatz neuer Maschinen viele Arbeitskräfte freigesetzt.

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