Egbert Prior TeamViewer: Trotz Corona gut vernetzt

Gastautor: Egbert Prior
18.05.2020, 11:58  |  726   |   |   

Am Dienstag marschierte die Aktie auf ein neues Allzeithoch. 44,63 Euro. Der Börsenneuling – Ausgabepreis Ende September 26,25 Euro – profitiert stark von der Pandemie. Das Unternehmen mit Sitz im schwäbischen Göppingen sieht sich als führender Anbieter von „Remote-Konnektivitätslösungen“, die es Anwendern ermöglichen, sich mit Rechnern aller Art zu verbinden. Es geht um Fernzugriff, Support, Kontrolle und Kolaboration. Die Software ermöglicht es, mit Kollegen zu arbeiten, Leistungen zu erbringen, Kunden zu beraten, Computer und Maschinen zu steuern ohne physisch am „Einsatzort“ sein zu müssen. Wie maßgeschneidert für die Corona-Krise und darüber hinaus. Durch Covid-19 hat sich bei TeamViewer das Wachstum von Software für den Fernzugriff und das Home Office kräftig beschleunigt. Das läßt sich bereits an den Zahlen für das erste Quartal ablesen. Die Billings, das sind die Rechnungsstellungen, sprangen im ersten Quartal um 75% auf das Rekordniveau von 119,7 Millionen Euro. Der operative Gewinn hat sich auf 73,9 Millionen nahezu verdoppelt. CEO Oliver Steil hält den Corona-Schub für keine Eintagsfliege. Der Gründer glaubt, daß sein Unternehmen eine „Schlüsseltechnologie für den modernen Arbeitsplatz und die digitalen Geschäftsprozesse der Zukunft bereitstellt“. Das Home Office gehört zur neuen Normalität, meint der Unternehmenslenker und sieht bei der Digitalisierung im öffentlichen und privaten Bereich Nachholbedarf. Vor diesem Hintergrund konnten die Schwaben die Abonnentenzahlen per 31. März auf mehr als 514.000 erhöht, nach 464.000 per Ende Dezember. Weltweit waren TeamViewers Softwarelösungen auf mehr als 2,25 Milliarden Geräten installiert. Im Unterschied zu Unternehmen müssen private Anwender für die Nutzung der Software nicht bezahlen. CEO Steil berichtet von einer Fortsetzung der sehr guten Entwicklung auch im April. Prompt schraubt der Vorstand die Jahresprognose nach oben. Erwartet werden nun Billings in Höhe von etwa 450 Millionen (zuvor 430 bis 440 Millionen). Das Ebitda soll eine Marge von 56% erreichen, zuvor war von einem Ebitda zwischen 240 und 250 Millionen die Rede. Der Vergleich mit 2019 macht das starke Wachstum klar: Im vergangenen Jahr kletterten die Billings um 41% auf 324,9 Millionen, das Ebitda erreichte 182,1 Millionen. Die Bewertung der Aktie ist kein Kind von Traurigkeit. Marktapitalisierung 9 Milliarden. 20facher Umsatz und ein KGV (2020) von 70! Fazit: TeamViewer hat die richtige Software in Zeiten der Corona. Die Bewertung ist sehr sportlich, dem steht aber ein sehr starkes Wachsum gegenüber. Im Musterdepot lassen wir die Gewinne laufen.



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