Zahlungsmittel fürs Ausland: Kreditkarten, Reiseschecks & mehr

Gastautor: Martin Brosy
20.05.2020, 15:13  |  156   |   |   

Der Weg ins Ausland bedeutet immer auch, sich vorab Gedanken darüber zu machen, wie man dort bezahlen kann. Die Möglichkeiten sind dabei sehr vielseitig, weshalb die häufigsten Varianten hier kurz aufgeführt und erläutert werden.

Bargeld in Fremdwährung

Was die Akzeptanz betrifft, sollte Bargeld in der entsprechenden Fremdwährung wohl in den allermeisten Fällen kein Problem darstellen. Teilweise gibt es Länder mit einer schwachen Währung, die sich gerne mit Dollar oder Euro bezahlen lassen. Ansonsten dürfte die Fremdwährung immer als Zahlungsmittel funktionieren.

Dieses Bargeld zur Verfügung zu haben, bedeutet aber auch, dass man es entsprechend besorgen muss. Hierbei sorgen Wechselkurse und Umtauschgebühren oft für große Nachteile wie natürlich schon allein der Umstand, zur Bank zu müssen.

Oft bieten Hotels vor Ort auch Wechselstuben an, deren Gebühren allerdings meist noch höher sind. Die Alternative ist das Abheben an heimischen Geldautomaten mit Kreditkarten. Bargeld birgt immer ein hohes Verlust- und Diebstahlrisiko.

Kreditkarten - Worauf achten im Ausland?

Kreditkarten gewinnen immer mehr an Beliebtheit, was an ihren vielen Vorteilen wie Kreditfunktion, Sicherheit und der immer weiter steigenden Akzeptanz auf der ganzen Welt betrifft. Bezahlt wird erst mit der nächsten Abrechnung, was dann gerade bei einem Auslandsaufenthalt praktisch ist, weil die eigentliche Bezahlung dann erst nach dem Urlaub ansteht.

Es muss kein Bargeld mitgeführt werden, was das Verlust- und Diebstahlrisiko sehr reduziert. Zudem bieten immer mehr Geschäfte und Dienstleister ihre Waren oder Services gegen die Bezahlung per Kreditkarte an, sodass man mit Kreditkarten als Zahlungsmittel immer richtig liegt. benötigt man einmal Bargeld, kann man problemlos die Geldautomaten vor Ort nutzen. Trotz der Vorteile gibt es auch einiges, was man vor der Reise ins Ausland beachten sollte.

Bei einer Kreditkarte fürs Ausland ist es vorab wichtig zu prüfen welche Kreditkarte in den jeweiligen Ländern die höchste Akzeptanz hat wird auf geldwelt.net erklärt. Demzufolge sollte man prüfen, ob sich Visa oder Mastercard anbieten oder doch American Express die beste Wahl darstellt. Zudem sollte ein Blick auf die Gebühren geworfen werden. Hier gibt es große Unterschiede, sowohl bei den Gebühren für das Abheben an Geldautomaten als auch in Form von verschiedenen Höhen bei den Auslands- oder Fremwährungsgebühren.

Wichtig ist es, die Nummer zum Sperren der Karte immer bei sich zu haben, damit eine solche Sperrung umgehend nach einem Verlust der Kreditkarten erfolgen kann. Dann ist man nämlich rundum geschützt vor unberechtigten Einsätzen der Karte durch Dritte.

Werden Reiseschecks noch akzeptiert?

Reiseschecks, auch als Travellerschecks bekannt, werden heute noch weltweit in einer Vielzahl von Standorten akzeptiert, wo man sie beispielsweise in Banken oder Wechselstuben in Bargeld tauschen oder in manchen Fällen auch in Geschäften sofort zum Bezahlen von Waren oder Dienstleistungen einsetzen kann.

Reiseschecks verlieren nicht ihre Gültigkeit, werden bei Diebstahl oder Verlust ersetzt und müssen bei der Ausgabe und beim Einlösen unter Vorlage des Ausweises unterschrieben werden, was eine große Sicherheit bedeutet. Dafür werden sie aber mit vergleichbar hohen gebühren belegt.

Durch die steigende Beliebtheit und Verbreitung der Kreditkarte ist die Bedeutung der Reiseschecks allerdings sehr weit zurückgegangen und in Deutschland ist die Ausgabe solcher Schecks sowohl von Thomas Cook als auch von American Express schon seit längerer Zeit eingestellt worden. Für Reisen sollte man auch immer genau prüfen, in welchen Ländern und wie verbreitet sie überhaupt noch akzeptiert werden.

Gpay, Apple Pay und andere Bezahl-Apps

Bei solchen Bezahl-Apps handelt es sich um die Möglichkeit, mobil mit dem Smartphone bezahlen zu können, ohne Geld oder eine Kredit- oder Debitkarte bei sich tragen zu müssen. Bei Apple Pay und bei Google Pay muss die App dabei vorab so aufbereitet werden, dass die entsprechend vorhandenen Kredit- oder Debitkarten eingerichtet werden. Auch die aktuelle Corona Situation hat den bargeldlosen Bezahldiensten Rückenwind verschafft wie boerse-online.de schreibt.

Bei Google Pay kann zudem eine Verknüpfung mit PayPal erfolgen. Anschließend kann überall dort kontaktlos bezahlt werden, wo diese Zahlungsarten akzeptiert werden. Abgesehen davon, dass man die Karten nicht mitführen muss und sie somit auch nicht gestohlen werden können, wird bei diesem Bezahlvorgang nur ein Token und keine Kreditkartennummer übermittelt, sodass auch auf diesem Wege kein Datenklau passieren kann.

Eine sichere Variante zu bezahlen, allerdings muss man die Akzeptanz prüfen und zudem bieten bisher nur wenige Banken diese Zahlungsarten an - Tendenz allerdings steigend.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich wohl die folgende Beobachtung als Essenz aus diesem Artikel ziehen. Während Reiseschecks in ihrer Bedeutung immer weiter auf dem Rückzug sind und Bargeld immer eine große Anziehungskraft für Verlust und Diebstahl darstellen, wird in den Zeiten der Digitalisierung und der großen Bedeutung und Funktionsvielfalt der Smartphones die Bezahl-App zukünftig den Markt mitbestimmen. Aktuell bleibt es aber dabei, dass die Kreditkarte mit die wichtigste, attraktivste und sicherste Form des Bezahlens ist. Da sie zudem eine wichtige Grundlage für die Bezahl-App bilden, werden Kreditkarten wohl auch zukünftig die Nummer eins unter den Zahlungsmitteln für das Ausland bleiben.



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