Tiefe Krise im Maschinenbau nicht erst seit Corona

Gastautor: Martin Brosy
22.05.2020, 22:04  |  634   |   |   

Im Zuge der durch den Ausbruch und Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland stellten viele Unternehmen, aus der Maschinenbaubranche, ihre Arbeit ein. Die Mitarbeiter wurden in Kurzarbeit geschickt und zum Teil wurden bei Banken Kredite beantragt, damit die laufenden Kosten beglichen werden können.

Ursachen liegen weiter zurück

Begonnen hat die Schieflage der Maschinenbaubranche nicht erst mit dem Beginn der Corona Pandemie in Deutschland bzw. in China. Schon im Jahr 2019 waren die wirtschaftlichen Aussichten in der Branche nicht gerade rosig. Das heißt, nicht erst seit Corona kränkelt die einstige Boom- und Vorzeigebranche sondern schon seit mehr als einem Jahr. Grund dafür waren rückläufige Bestellungen und damit verbundene ernste Rezessionsängste in der gesamten Branche. Ein großer Rückgang an Bestellungen für die Maschinenbauer gab es schon im August 2019. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mussten die Maschinenbauer ein Minus von 17 Prozent verkraften. In den Monaten zuvor waren es nur Bestell- bzw. Umsatzrückgänge im einstelligen Prozentbereich. Die Anfänge des Bestellrückgang liegen schon im Q4 2018.

Auswirkungen im Maschinenbau bei großen Firmen und bei kleineren Zulieferern

Während 2019 der Maschinenbau noch 40.000 Stellen geschaffen hat und nun mit 941.000 Beschäftigten knapp unter der Million liegt, sind nun 20% der Mitarbeiter in Kurzarbeit. Doch dabei wird es nicht bleiben. Die fehlenden Aufträge führen jedoch auch zu Entlassungen. Wie das Handelsblatt berichtet bereiten mehrere Unternehmen Stellenstreichungen vor:

Große Firmen streichen Stellen - kleine werden innovativ

So sollen bei den Heidelberger Druckmaschinen 5.000 von 20.000 Stellen wegfallen. "Die konjunkturbedingte Investitionszurückhaltung vor allem in Europa beeinträchtigte das Geschäft." Auch Schuler und Gildemeister werden genannt. Schon im Februar meldete die Zeit dass Daimer 15.000 Stellen streichen will. Dass es den Autobauern schlecht geht ist für den Maschinenbau keine gute Vorgabe. Große Konzerne sind hier auch sehr unbeweglich. Dass es auch anders geht sieht man an dem kleinen Maschinenbauzulieferer ADM, der aus der Not eine Tugend macht und sein Know How für die Bekämpfung von Corona einsetzt.

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