Wirecard – vom Star zur Diva?! Wirecard CEO Markus Braun: Visionär & erfolgreicher Unternehmer oder gar ein ....?

23.05.2020, 00:31  |  15616   |   |   

Die Wirecard AG gehört zu den wohl meist diskutierten Unternehmen im DAX, wenngleich die realwirtschaftliche Größe mit etwa der der Lufthansa nicht mithalten kann. Der Grund für die Aufmerksamkeit ist schlicht die fehlende Transparenz und das Beibehalten von kleinunternehmertypischen Führungs- und Kommunikationsarten des Managements. Um es klar zu sagen, wir finden Wirecard seit Jahren spannend, die Geschichte vom Hinterhof-Start-up, das über einen Börsenmantel das Licht des Kapitalmarktes erblickt hat und dann in den DAX kam, ist eine der wenigen deutschen Erfolgsgeschichten außerhalb der SAP.

Doch bedeutet Erfolg auch Anpassung an ein höheres Level, auf dem ein Unternehmen im Erfolgsfall spielt. Und genau daran mangelt es Markus Braun, wenn man davon ausgeht, dass er Visionär und erfolgreicher Unternehmer ist und kein Betrüger (was ihm einige Medien sowie viele Shortseller unterstellen). Wir gehen von Ersterem aus, denn das Zahlenwerk und die operative Relevanz in der Zahlungsdienstleisterbranche sind bekannt und werden auch von den härtesten Kritikern nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Die Gretchenfrage ist schlicht: Mit wem verdient Wirecard wo und wie ihr Geld und geht dabei alles mit rechten Dingen zu. Auf diese zugegebenermaßen sehr breite Fragestellung fallen die Antworten aus dem Hause Wirecard nicht immer klar und erschöpfend aus, und das nährt die Angst der Investoren, ebenso die Missgunst und das Grundvertrauen in die Aussagen einer kapitalmarktorientieren Gesellschaft, in die etwa der bekannte Fondsmanager Tim Albrecht von DWS vertraute und damit mächtig baden ging.

Die DWS steigt klammheimlich aus ihrer Milliarden-Euro-Wette Wirecard aus. Aus meiner Perspektive müsste Wirecard einfach die offenen Fragen beantworten, dann dürften die kritischen Stimmen im Nebel, aus dem sie entstammen, wieder versinken. Bleibt alles so wie es ist, sehe ich schwarz, der Aktienkurs wird weiterhin den Gravitationskräften des Kapitalmarktes unterliegen. Verantwortungsvolle Investoren stehen eh längst an der Seitenlinie.

www.vorstandswoche.de

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