Deutsche-Bank-Aktie: Mit Vollgas rein oder doch raus aus der Krise?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
23.05.2020, 10:21  |  366   |   |   

Die Aktie der Deutschen Bank (WKN: 514000) könnte jetzt für Rätselraten sorgen. Wird das Geldhaus kurzfristig vom Coronavirus durch mehr Kredite profitieren? Oder rutscht die Bank womöglich durch das Virus und eine nachlassende Wirtschaftsleistung in existenzielle Schieflage? So oder so ähnlich könnten die Extreme dabei aussehen.

Der Aktienkurs jedenfalls ist weiterhin am Tiefpunkt. Seit dem Corona-Crash korrigierte die Aktie von 10,18 Euro auf das gegenwärtige Kursniveau von 6,68 Euro korrigiert. Immerhin, seit dem Tiefpunkt konnten die Anteilsscheine von 4,95 Euro auf das derzeitige Niveau klettern. Das entspricht einem Plus von 34,9 %.

Werfen wir jetzt einen Foolishen Blick auf die aktuell angespannte Lage. Und darauf, was Investoren zum operativen Alltag kurz- und mittelfristig wissen sollten.

Mut tanken auf der Hauptversammlung!

Die diesjährige Hauptversammlung dürfte ein Punkt gewesen sein, der vielen Investoren Mut gemacht hat. Auch wenn sie digital gewesen ist und man als Investor nicht die Stimmung der Anleger einfangen konnte, so gab es doch einige wertvolle Erkenntnisse für den weiteren Verlauf.

Der Chef der Deutschen Bank, Christian Sewing, erklärte, dass man auf staatliche Hilfen nicht angewiesen sei. Man werde alleine durch diese herausfordernde Zeit kommen und auch in der letzten Finanzkrise habe man keinerlei staatliche Hilfen benötigt, so sinngemäß der Tenor des CEO.

Ferner sei man gut gerüstet, um die Herausforderungen zu bewältigen, die das Marktumfeld mit sich bringe. Das Geldhaus sei besser mit Liquidität und Kapital ausgestattet als noch vor einigen Jahren und das könne generell Mut machen, dass man diese Phase meistern werde.

Tatsächlich, so eine Hoffnung, könnte die Deutsche Bank generell von dem Liquiditätsverbrauch vieler Unternehmen profitieren. Gerade in Krisenzeiten bitten schließlich viele um Kredite, um die Schwierigkeiten zu meistern. Können wir jetzt womöglich sogar ein Marktumfeld erwarten, das Besserung verspricht?

Investoren können skeptisch sein …

Vielleicht schon. Allerdings existiert auch eine konträre Sichtweise, die man ebenfalls bedenken sollte. Dadurch, dass vielerorts die Staaten hilfebedürftigen Unternehmen zur Seite eilen, sind Bankkredite möglicherweise bloß sekundär gefragt. Sowohl in den USA als auch in Europa gibt es jetzt viele Branchen, die von Staatshilfen profieren können. Die Konkurrenz bei diesem Thema wird daher nicht leichter.

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