Bella Italia oder Geschäft wie immer Haftung aller für die Verschwender-Länder?

24.05.2020, 00:19  |  5562   |   |   

Das global herrschende Thema Corona – das Wort können wir schon nicht mehr lesen – harzt natürlich auch den Staatsfinanzen kräftig rein. Selbst solide Länder wie Deutschland greifen völlig ungeniert in die Kasse und schütten das staatliche Füllhorn aus. Klar ist, bezahlen werden die aktuellen „Spender“ in den Ämtern diese zukünftig fehlenden Gelder nicht. Zahlen muss – wie immer, wenn der Staat Geschenke verteilt – das Volk oder zumindest die leistungsfähigsten Teile davon.

Ganz übel, und das nicht nur wegen Corona, sehen seit Jahren die Staatsfinanzen von Italien aus. Horrende Budgetdefizite, ein ausgedünnter Steuerstock, die bekannte Schattenwirtschaft an der Stiefelspitze sowie die Resistenz der politischen Kaste, die Grundprobleme des an und für sich wohlhabenden Landes anzugehen, haben in den Staatsfinanzen tiefrote Spuren hinterlassen. Das mediterrane Klima lädt halt nicht unbedingt zum Arbeiten ein, der Lifestyle in Bella Italia, die Abwehrhaltung seiner Bürger gegenüber dem Gemeinwesen haben in Rom einen Schuldenberg anhäufen lassen, der es in sich hat. Entsprechend groß das Geschrei der dortigen Politik in Richtung Brüssel, wo man sich EU-Gelder erhofft, gar von Euroanleihen, also einer Haftung aller für die Verschwenderländer, wird geträumt.

Die Fakten hingegen zeigen, dass Italien etwa in der jüngsten Anleiheemission am Primärmärkt noch gut wegkommt und keinesfalls als möglicher Pleitier gehandelt wird. So quollen die Orderbücher mit 110 Mrd. Euro über, wohingegen nur 16 Mrd. Euro Staatsanleihen ausgegeben wurden. So groß kann die Not also nicht gewesen sein oder warum wurde das Investoreninteresse nicht einfach voll bedient? Bonds können die Italiener ja ausgeben - so viele sie möchten.

www.vorstandswoche.de

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