AB InBev stärkt die Liquidität und wartet auf Lockerungen

AB InBev stärkt die Liquidität und wartet auf Lockerungen

Gastautor: Hussam Masri
25.05.2020, 10:46  |  2051   |   |   

Werbung. Weltweite Kontaktbeschränkungen, geschlossene Gastronomiebetriebe und ausgefallene Veranstaltungen machen den Brauereien schwer zu schaffen. Auch der globale Marktführer Anheuser-Busch InBev bekommt zu spüren, dass der Durst auf Budweiser, Beck’s und Co. in den eigenen vier Wänden geringer ist als in Gesellschaft. Normalerweise machen die Belgier rund ein Drittel ihres Geschäfts im aktuell weggebrochenen Außer-Haus-Verkauf. Dementsprechend niedrig waren die Markterwartungen an den jüngsten Bericht zum ersten Quartal 2020. Weil der globale Shutdown erst im März einsetzte, hielt sich zwar der Umsatzrückgang mit knapp sechs Prozent zum Vorjahr noch in Grenzen. Allerdings hat das Konzernmanagement darauf hingewiesen, dass im laufenden Dreimonatszeitraum größere Minuszeichen drohen. Allein im April sei der Getränkeabsatz fast um ein Drittel eingebrochen. Dennoch äußern sich Analysten zuversichtlich und betrachten die AB InBev-Aktie als Kaufkandidaten. Wenngleich an einer Reduktion der Prognosen aufgrund der zwischenzeitlichen Umsatzeinbußen kein Weg vorbeiführe, sei man von der Stärke des Marktführers weiterhin überzeugt und erwarte eine rasche Erholung nach dem Abebben der pandemiebedingten Einschränkungen.

Im Berichtszeitraum Januar bis März musste AB InBev einen knapp 14-prozentigen Rückgang des bereinigten Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) auf 3,95 Mrd. US-Dollar hinnehmen. Durchschnittlich hatten Analysten sogar einen etwas stärkeren Einbruch befürchtet. Dass der weltgrößte Bierbrauer unter dem Strich einen Netto-Verlust einfuhr, war ebenfalls keine Überraschung. Mit -2,25 Mrd. US-Dollar war der Umfang allerdings größer als erwartet. Gleichzeitig merken Analysten an, dass der Verlust weniger aus dem operativen Geschäft, als vielmehr aus Neubewertungen in der Bilanz herrührt. Bereinigt um diese Effekte hätte es demnach einen Netto-Gewinn von etwa einer Mrd. US-Dollar gut ein Drittel unter dem Vorjahresniveau gegeben.

Auf die Schwierigkeiten hat AB InBev bereits reagiert. So wurde im April eine Halbierung der geplanten Dividende für das vergangene Geschäftsjahr auf 0,50 US-Dollar je Aktie angekündigt. Zudem hat sich der Konzern 10,5 Mrd. US-Dollar durch die Ausgabe zweier Anleihen beschafft und damit die mittlere Fälligkeit seiner Verbindlichkeiten auf 15 Jahre erhöht. Und darüber hinaus soll der Verkauf der australischen Tochter Carlton & United an den asiatischen Konkurrenten Asahi weitere rund elf Mrd. US-Dollar in die Kasse spülen. Der bereits im Juli 2019 angekündigte Deal soll zum 1. Juni abgeschlossen sein, nachdem nun auch die Zustimmung der australischen Behörden vorliegt. Analysten begrüßen die eingeleiteten Maßnahmen zur Sicherung und Stärkung der Liquidität.

Die AB InBev-Aktie ist im Standardwerte-Index EURO STOXX 50® gelistet und hat während der diesjährigen Marktturbulenzen kräftig an Wert verloren. Infolgedessen sind die impliziten Volatilitäten deutlich gestiegen, was die Konditionen von Aktienanleihen begünstigt. Dadurch werden hohe Festzinsen und große endfällige Puffer darstellbar.

5,60 Prozent p.a. Festzins und 25 Prozent endfälliger Puffer nach einem Jahr

Die DekaBank 5,60 % Anheuser-Busch InBev Aktienanleihe 06/2021 (WKN DK0W6W) zahlt zur Fälligkeit nach einem Jahr einen festen Zins in Höhe von 5,60% p.a. bezogen auf den Nennbetrag (1.000,00 Euro). Damit die Rückzahlung zum Nennbetrag erfolgt, muss die AB InBev-Aktie am Bewertungstag (10.06.2021) wenigstens auf oder über dem Basispreis (75,00 Prozent des Startwerts) schließen.

Anderenfalls drohen Verluste bei der Rückzahlung, da statt des Nennbetrags im Wert gesunkene AB InBev-Aktien zu 75% des Startwerts an den Anleger übertragen werden. Zudem unterliegt die Aktienanleihe wie jede Schuldverschreibung insgesamt dem Emittentenrisiko. Demnach würden insbesondere im Falle einer Zahlungsunfähigkeit der DekaBank Verluste bis hin zum Totalverlust des investierten Nennbetrags drohen.

Die Zeichnung läuft vom 25.05.2020 bis 12.06.2020, vorbehaltlich einer Verlängerung oder Verkürzung.

Sie möchten die Kolumne und weitere Informationen zu DekaBank-Zertifikaten zukünftig gern direkt per Mail erhalten? Dann melden Sie sich gleich für unseren Zertifikate-Newsletter an: unter https://www.deka.de/zertifikate/newsletter-anmeldung

Disclaimer: Die hierin enthaltenen Informationen stellen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf des Finanzinstruments dar und können eine individuelle Beratung nicht ersetzen. Diese Werbeinformation enthält nicht alle relevanten Informationen zu diesem Finanzinstrument. Vor einer Anlageentscheidung in Zertifikate wird potentiellen Anlegern empfohlen den Wertpapierprospekt zu lesen, um die potentiellen Risiken und Chancen der Anlageentscheidung vollends zu verstehen. Die Billigung des Prospekts durch die zuständige Behörde ist nicht als Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Der Wertpapierprospekt und eventuelle Nachträge können unter https://www.deka.de/deka-gruppe/wertpapierprospekte unter dem Reiter „EPIHS-II-19“, die Endgültigen Bedingungen unter https://mmscache.deka.de/DE000DK0W6W2_FT.pdf heruntergeladen werden. Sämtliche Wertpapierinformationen sowie das aktuelle Basisinformationsblatt sind ebenfalls bei Ihrer Sparkasse oder der DekaBank Deutsche Girozentrale (www.deka.de), 60625 Frankfurt kostenlos erhältlich. Sie sind im Begriff ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.

Sollten Kurse / Preise genannt sein, sind diese freibleibend und dienen nicht als Indikation handelbarer Kurse / Preise. Die hier genannten Werte dienen der Erläuterung des Auszahlungsprofils dieses Finanzinstruments. Die Werte sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Verkaufsbeschränkung: Auf besondere Verkaufsbeschränkungen und Vertriebsvorschriften in den verschiedenen Rechtsordnungen wird hingewiesen. Insbesondere dürfen die hierin beschriebenen Finanzinstrumente weder innerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika noch an bzw. zugunsten von U.S.-Personen zum Kauf oder Verkauf angeboten werden.

 


Scope ZMR AAA

Rating vom 25.09.2019, mehr Informationen unter www.deka.de/privatkunden/auszeichnungen/scope-zertifikate-management-rating

Hussam Masri zeichnet als Bereichsleiter der Einheit Private Banking, Produktmanagement und Product Sales der Deka-Gruppe für die Produktentwicklung und das Produktmanagement der Wertpapier-Publikumsfonds, Vermögensverwaltungs- und Altersvorsorgeprodukte, Zertifikate sowie für das Private Banking verantwortlich.


 

Diesen Artikel teilen


Anzeige


Broker-Tipp*

Über Smartbroker, ein Partnerunternehmen der wallstreet:online AG, können Anleger ab null Euro pro Order Wertpapiere handeln: Aktien, Anleihen, 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine. Beim Smartbroker fallen keine Depotgebühren an. Der Anmeldeprozess für ein Smartbroker-Depot dauert nur fünf Minuten.

* Wir möchten unsere Leser ehrlich informieren und aufklären sowie zu mehr finanzieller Freiheit beitragen: Wenn Sie über unseren Smartbroker handeln oder auf einen Werbe-Link klicken, wird uns das vergütet.


Anzeige



0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Gastautor

Hussam Masri
Bereichsleiter die Einheiten Private Banking, Produktmanagement und Product Sales, DekaBank

Hussam Masri verantwortet als Bereichsleiter die Einheiten Private Banking, Produktmanagement und Product Sales der Deka-Gruppe. Er zeichnet in dieser Funktion für die Produktentwicklung und das Produktmanagement der Wertpapier- Publikumsfonds, Vermögensverwaltungs- und Altersvorsorgeprodukte und Zertifikate sowie für das Private Banking verantwortlich. Hussam Masri hat maßgeblich dazu beigetragen, das Fondsgeschäft der DekaBank erfolgreich auszubauen und das Zertifikategeschäft der Deka in wenigen Jahren auf eine marktführende Position zu entwickeln. Der Diplom-Betriebswirt und Finanzökonom (ebs) verfügt insgesamt über fast 20 Jahre Produkt- und Vertriebserfahrung.

RSS-Feed Hussam Masri