Egbert Prior Mutares lockt mit mehr als 10% Dividende

Gastautor: Egbert Prior
27.05.2020, 11:46  |  2033   |   |   

Der Sanierungsspezialist ist hauptsächlich in der „Old Economy“ unterwegs. Die gilt nicht als besonders sexy. Der Kurs hat sich seit Anfang 2018 in etwa halbiert. Aktuell 9,87 Euro. Wir sprechen mit Johannes Laumann. Der Chief Investment Officer sieht in der Corona-Krise vor allem gute Kaufgelegenheiten. Im laufenden Turnus kündigte Mutares drei weitere Übernahmen an. Die Münchener übernehmen 80% von Nexive, dem zweitgrößten Brief- und Paketdienst in Italien. Außerdem reißen sie sich  europäische Teilbereiche des amerikanischen Autozulieferers Cooper Standard unter den Nagel. Auch drei Exits wurden 2020 schon eingefädelt. Der CIO betont, daß die Beteiligungsgesellschaft bei Verkäufen mindestens das Fünffache ihres Einsatzes herausholen möchten. Wie uns Laumann versichert, konnte Mutares die polnischen Aktivitäten des Kraftwerkskomponentenherstellers Balcke-Dürr sogar für das Zwölffache der Investitionen losschlagen. Das Portfolio besteht derzeit aus 14 Unternehmen, die von ihren bisherigen Besitzern meist stiefmütterlich behandelt wurden (Randbereiche von Konzernen etc.). Etwa 40% Autozulieferer. Aber auch andere Branchen sind vertreten, so befindet sich im Portfolio beispielsweise ein Logistiker, ein Spezialist für Fassadensysteme und sogar ein Produzent von Klopapier. Auch im ersten Quartal hat Mutares das stramme Wachstum der letzten Jahre fortgesetzt: Der Umsatz kletterte um 55% auf 316 Millionen. Das operative Ergebnis landete bei 39 Millionen, nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahreszeitraum. Der annualisierte Jahresumsatz beläuft sich aktuell auf etwa 1,3 Milliarden. Im Verhältnis dazu nimmt sich der Börsenwert von rund 150 Millionen geradezu winzig aus. Der Net Asset Value – 14,40 Euro je Anteilsschein – liegt deutlich über dem aktuellen Kurs. Ein Hammer ist aber die Dividende, die sich schon seit drei Jahren konstant auf 1 Euro je Anteilsschein beläuft. Ausschüttungsrendite gut 10%! Die Münchener betreiben nach eigenen Angaben eine „nachhaltige und attraktive Dividendenpolitik“. Auch für den laufenden Turnus könnte es daher, so Laumann, wieder auf 1 Euro hinauslaufen. Mutares bleibt auf Wachstumskurs. 10 bis 20 Kaufkandidaten befinden sich Laumann zufolge in der „Pipeline“. Bis zum Jahresende sind zwei bis drei weitere Zukäufe denkbar. Auch Exits nicht ausgeschlossen. Fazit: Das Geschäftsmodell überzeugt. Allerdings ist auch der Kurs „sanierungsbedürftig“. Für den Einstieg eine Bodenbildung abwarten.



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