Abgasskandal Rückrufe von Audi 3,0 TDI wegen Abgasmanipulation

27.05.2020, 12:10  |  1315   |   |   

Mit der Marke VW begann im September 2015 der Abgasskandal. Doch auch andere Marken des Volkswagenkonzerns sind vom Dieselskandal betroffen. So wurden in Fahrzeugen der hochpreisigen Marke Audi ebenfalls unzulässige Abschalteinrichtungen entdeckt – wie etwa im Audi 3,0 TDI.

Der 3,0 TDI-Motor – ein Dieselmotor mit 3,0 Liter Hubraum – zählt zu den sehr leistungsfähigen Antrieben, der vornehmlich ich hochpreiseigen Modellen verbaut wird. So ist er sowohl in Fahrzeugen der Oberklasse der Marken Audi und VW als auch in Porsche-Modellen zu finden. Der V6-Motor wird unter der Bezeichnung EA897 von Audi selbst konstruiert und hergestellt. Die Abkürzung TDI ist die Markenbezeichnung für Dieselmotoren des Volkswagen-Konzerns und steht für Turbocharged Direct Injection oder Turbocharged Diesel Injection.

Der Motor treibt demnach teure, als hochwertig beworbene Oberklasse-Fahrzeuge zum Beispiel der Marke Audi an. Allerdings ist auch der 3,0 TDI vom Abgasskandal betroffen. Seine Motorsteuerung manipuliert die Abgasreinigung während der Fahrt. Steht das Fahrzeug auf dem Prüfstand der Zulassungsbehörden, reinigt der Motor die Abgase in vollem Umfang und filtert gesundheits- und umweltschädliche Stickoxide heraus. So hält der Motor die gesetzlichen Emissionsgrenzwerte ein und erhält die Zulassung für den Straßenverkehr. Im Realbetrieb hingegen drosselt oder deaktiviert eine Abschalteinrichtung in der Motorsteuerung die Abgasreinigung. Die Stickoxide werden ungefiltert ausgestoßen und gelangen in die Luft. Die gesetzlichen Grenzwerte für Schadstoffe werden dabei massiv überschritten. Der Audi 3,0 TDI trägt damit zur Luftverschmutzung in den Städten bei und provoziert Fahrverbote in Ballungszentren.

Pflichtrückrufe für den Audi 3,0 TDI im Abgasskandal

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist für die Zulassung von Fahrzeugen in Deutschland zuständig und hat die unzulässige Abschalteinrichtung im Audi 3,0 TDI entdeckt. Daraufhin ordnete das KBA verpflichtende Rückrufe für die betroffenen Audi-Modelle an. Das bedeutet: Audi-Fahrzeuge mit einem 3,0 TDI-Motor müssen in die Werkstätten zum Softwareupdate. Das Update soll die Abschalteinrichtung deaktivieren, sodass die Abgasreinigung auch im Normalbetrieb in vollem Umfang abläuft. Zu diesem Softwareupdate wurden insgesamt rund 200.000 Fahrzeuge von Audi, Porsche und Volkswagen mit 3,0 TDI-Motor zurückgerufen.

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