Wirecard DWS's Trippel-Ade, 850.000 weniger geshortet und Moody's lässt eine Bombe fallen

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
03.06.2020, 06:26  |  10155   |   |   

tecdax news nebenwerte magazin03.06.2020 - Wirecard AG (ISIN: DE0007472060) musste gestern einiges verdauen - nichts Dramatisches, aber in der Summe zumindest genug, um den Kurs zum Tagesende ins Minus zu jagen - in einem ansonsten kräftig gestiegenen Gesamtmarkt. Wieso? Der weitere Liebesentzug der DWS für Wircard kann es eigentlich nicht gewesen sein - die $40-Meldung über die weitere Reduktion des Wirecard-Bestandes kam erst um 19:06 Uhr. DWS hat bereits am 22.05.2020 seinen Bestand an physischen Aktien von 4,47% auf 2,84% reduziert, dazu kommt ein unveränderter Rückgabeanspruch von 0,5% (also Aktienleihe der DWS an Shortwillige). Der ehemals übergewichtete Paymentdienstleister bei diversen DWS-Fonds ist kräftig zurückgefahren worden - dass Vertrauen fehlt wohl langsam auf eine kurzfristige Outperformance.

Bei den Shortpositionen gab es gestern einen weiteren Rückgang - sogar kräftig 850.000 Stück in zwei Tagen

Noch am Freitag gab es den überraschenden Anstieg der Leihkosten bis auf 40% in der Spitze - bestimmt eine Übertreibung, aber die Tendenz ist seit Wochen feststellbar: Aktienleihe bei Wirecard wird teurer. Die großen Shorts fielen ebenfalls in der letzten Woche mit fallenden Beständen auf (Bundesanzeigermeldungen), zuletzt reduzierte Coatue noch am Freitag seine Position auf 0,78% ( nach 0,87% noch zwei Tage zuvor) und auch der Gesamtshortstand zeigte Gestern Abend - wenn auch einen in absoluten Zahlen immer noch hohen Stand von 28.050.000 Aktien short, aber immerhin 850.000 Stück weniger als am Freitag (der auch schon einen Rückgang um 300.000 Stück vom vorhergehenden Mittwoch gesehen hatte). Möglicherweise Risikoreduktion auf der Shortseite vor dem 18.06.2020 eingeläutet - insbesondere in Anbetracht des von Wirecard offiziell optimsitisch geäußerten "wir gehen von einem uneingeschränkten Testat" und "im Wesentlichen unveränderten Bilanzzahlen" aus. Dass könnte nach dem 18.06. oder am 18.06. den Weg freimachen zum Aufholen des Bewertungsrückstandes der Wirecard zu den Peers drückt - Peers, die Wirecard in der Bewertung davongelaufen sind. Vielleicht weiter als eigentlich...

Wohlgemerkt es ginge nicht um "Überholen", sondern "lediglich" um ein Verringern des Bewertungsabstandes - möglicherweise angeheizt von aussteigenden Shorts, um nicht den bei Tesla gesehenen Short Squeeze als Stichwort in den Raum zu werfen. Allein seit den Corona-Tiefs waren die Zahlungsdienstleister in verschiedenen Welten: Beispielsweise Adyen oder Square befinden sich derzeit auf einem völlig anderen Bewertungsniveau und haben sich annähernd verdoppelt seit den Corona-Tiefs ( Adyen am 18.03. bei 662,80 EUR - beim Schluss Gestern bei 1.203,00  EUR; Square am 18.03. bei 31,92 EUR - beim Schluss Gestern bei 78,05 EUR) WIRECARD handelte am 18.03. bei 83,50 EUR (tiefer am 15.05. bei 77,00 EUR) aktuell auf XETRA - Schlusstand Gestern um 17:35 Uhr bei 92,62 EUR.

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