Egbert Prior Fraport kann ab Mitte Juni wieder starten

Gastautor: Egbert Prior
03.06.2020, 11:28  |  1006   |   |   

Gruselige Zahlen bei Fraport. Im April schrumpfte die Zahl der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahresmonat um 96,9%! Noch schlimmer sieht es bei den Fraport-Flughäfen Lima und Antalya aus, dort gab es so gut wie keine Passagiere. Das Minus 99,9%. Am geringsten fiel der Schwund bei der Fraport-Beteiligung im chinesischen Xi’an aus, dort waren noch 64,1% unterwegs. Viel besser schlug sich dahingegen das Aufkommen an Fracht- und Luftpost, das „nur“ um 21,1% absackte. Der Frankfurter Flughafen verbrennt derzeit monatlich 155 Millionen Euro. In der Firmenkasse lagen per Ende April etwa 2,4 Milliarden Euro liquide Mittel. Mitte Juni könnte sich die Situation aber dramatisch verbessern. Zu diesem Datum möchte die Bundesregierung die weltweiten Reisewarnungen aufheben. Dann dürfte sich die Situation in Frankfurt wieder normalisieren. Zwar rechnet Vorstandschef Stefan Schulte, daß die Zahl der Passagiere auch in zwei oder drei Jahren noch um rund 15 bis 20% unter dem bisherigen Rekord von 70,5 Millionen im vergangenen Jahr liegen wird. Auf dieser Basis kann der Flughafenbetreiber profitabel arbeiten, vorausgesetzt die Kosten werden entsprechend gesenkt. Beobachter gehen davon aus, daß der weltweite Flugverkehr langfristig weiter steigen wird. Deswegen hält Fraport auch am Bau eines dritten Terminals für den Frankfurter Airport fest. Mit dem 4 Milliarden teuren Terminal 3 soll die Kapazität in Frankfurt um 21 Millionen Passagiere steigen. Aber das ist Zukunftsmusik, nach der Prognose von Unternehmenslenker Schulte wird der Frankfurter Airport zum Jahresende erst wieder etwa ein Drittel der ursprünglichen Passagierzahlen erreichen. Auch an den Personalkosten muß gespart werden, derzeit sind 18.000 von 22.000 Mitarbeitern in Kurzarbeit. Fraport will sich schlanker aufstellen. Zwar dürfte die Reiselust der Touristen ungebrochen sein, doch in Zeiten von Skype oder Zoom kommen Geschäftsreisen auf den Prüfstand. Aber auch direkte Kontakte vor Ort werden wichtig bleiben. Anfang 2018 markierte die Aktie mit 97,38 Euro ein Allzeithoch. Aktuell kostet der Titel mit 45,46 Euro nur noch weniger als die Hälfte. Fazit: Eine günstige Einstiegsgelegenheit für längerfristig orientierte Value Investoren.



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