Bargeld ist nützlich

Anzeige
Gastautor: Raimund Brichta
03.06.2020, 12:37  |  669   |   

Viele Deutsche wissen über den wahren Nutzen des Bargelds offenbar besser Bescheid als die Bürger einiger Nachbarländer. Diesen Schluss ziehe ich aus dem Umlauf von Bargeld und aus dem Verhalten beim Bezahlen in der Corona-Krise:

1. Das bargeldlose Zahlen ist in der Krise auch in Deutschland beliebter geworden. Immer mehr Kunden wollen mit Karte oder Handy zahlen. Aber auch immer mehr Geschäfte wollen das.  Ich selbst beobachte, dass Geschäfte oder Restaurants, die sich vor der Krise Kreditkarten noch verweigert hatten, inzwischen Visa- oder Master-Karten  akzeptieren. (Amex ist wegen der höheren Gebühren ein Sonderfall.)  

Wir glauben übrigens daran, dass dieser Trend anhält, und haben deshalb vor Kurzem Visa in den erlauchten Kreis unserer wahren Werte aufgenommen. 

2. Gleichzeitig ist nach Angaben der Bundesbank der Bargeldumlauf in Deutschland gestiegen, und zwar von Januar bis Ende April um mehr als 4%. Am Bezahlen mit Bargeld kann das nicht liegen. Denn mit Scheinen und Münzen wird ja sogar weniger bezahlt. Bleibt als Erklärung also nur, dass die Deutschen das zusätzliche Bargeld zur Wertaufbewahrung nutzen. Deshalb wurde auch am Hochpunkt der Krise im März besonders viel Bargeld abgehoben.

Zwar kann man Geld auf dem Bankkonto genauso gut aufbewahren, aber dort ist es eben nur Geld, das die Bank ausgegeben hat, bei der man das Konto unterhält. Bargeld wird dagegen von der Zentralbank ausgegeben. Im Krisenfall ist es damit sicherer als das Geld auf dem Konto.

Vielen Menschen ist dieser Unterschied zwar nicht bewusst, er wird aber offenbar immer mehr Leuten klar. Und das ist gut so. 

Bei unseren europäischen Nachbarn scheint sich diese Erkenntnis dagegen noch nicht zu verbreiten. Denn in Spanien, Italien und Frankreich  gab es in der Krise keine auffällig hohen Bargeldabhebungen. 

Und auch in unserer Mainstream-Presse wird das Verhalten der Deutschen als „Hamstern“ von Bargeld belächelt, ähnlich dem Horten von Klopapier: in der Krise zwar psychologisch erklärbar, aber letztlich nutzlos. Den Kommentatoren scheint nicht in den Sinn zu kommen, dass es vielleicht nur ähnlich nutzlos ist wie das Anschnallen beim Autofahren. Eine Art Hamstern mit Hirn also.


Weiterlesen auf: https://wahre-werte-depot.de/bargeld-ist-nuetzlich/

Diesen Artikel teilen


ANZEIGE

Broker-Tipp*

Über Smartbroker, ein Partnerunternehmen der wallstreet:online AG, können Anleger ab null Euro pro Order Wertpapiere erwerben: Aktien, Anleihen, 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag, ETFs, Zertifikate und Optionsscheine. Beim Smartbroker fallen keine Depotgebühren an. Der Anmeldeprozess für ein Smartbroker-Depot dauert nur fünf Minuten.

Lesen Sie das Buch von Raimund Brichta*:

* Wir möchten unsere Leser ehrlich informieren und aufklären sowie zu mehr finanzieller Freiheit beitragen: Wenn Sie über unseren Smartbroker handeln oder auf einen Werbe-Link klicken, wird uns das vergütet.


ANZEIGE


Disclaimer