Was die w:o Community heiß diskutiert Großauftrag für NEL: Börsengang beflügelt Wasserstoff-Spezialisten – „Eine tolle Aktie, getrieben von vielen Zockern“

04.06.2020, 16:50  |  50243   |   |   

Am Donnerstag feierte der Hersteller von Wasserstoff-Lastwagen Nikola in New York sein Börsendebüt. Davon profitiert auch der norwegische Wasserstoff-Experte NEL. Das Unternehmen soll künftig die Tankstellen von Nikola beliefern. Außerdem kündigte die Bundesregierung an, die Nationale Wasserstoffstrategie auch in das aktuelle Konjunkturpaket aufzunehmen. Das sorgt für genügend Gesprächsstoff in der w:o Börsencommunity. Die NEL-Aktie feierte den Auftrag von Nikola mit einem Kursplus von über sieben Prozent.

 

NEL

Baaarney: „Rücksetzer wird es sicher geben - das ist eine tolle Aktie, getrieben von vielen Zockern...!“

Pennystocksammler: „Nikola wird Nel hochziehen, sollten wir Nikola in fünf Jahren noch an NELs Seite stehen sehen, sehen wir meiner Einschätzung nach deutlich höhere Kurse. Ich wünsche mir um 40 Euro. Wer hier aussteigt oder sich nicht traut reinzugehen, muss dies seinen Kindern erklären, warum dieses Fehlverhalten an den Tag gelegt wurde. Dasselbe gilt für Nikola-Aktien.“

uk10: „Die Leerverkäufer-Geier fliegen wieder tief. Massive Shorteinsätze! (Diese Perversion gehört m.E. weltweit schon lange verboten.) Aber Nel wird dies auf seinem Weg nach oben auf Dauer kaum bremsen können. Wir stehen in Sachen Energieversorgung vor einem Paradigmenwechsel!“

nexius: „Den Fehler mit Explosionsgefahr werden sie nicht mehr begehen. Die Sprit- bzw. Tank-Technologie wird so zertifiziert, dass es 100% ungefährlich ist. Somit sind die Kurse der letzten Jahre Geschichte.“

Marktstratege: „Ich bleibe mal ganz gelassen und warte ab, ob mein SL außer Reichweite bleibt. Hier scheinen viele Zocker am Werk zu sein, wittern schnelles Geld und sind, sobald erste Gewinnmitnahmen einsetzen, schnell wieder weg. NEL dürfte in einigen Jahren in die Gewinnzone kommen, so hoffe ich.“

Deutsche Lufthansa AG

Von den neuen Antriebsformen kommen wir zu den etablierten, aber krisengeplagten Transportmitteln. Die Lufthansa steht kurz vor dem Rauswurf aus dem DAX. Nachdem der Börsenwert in diesem Jahr um 40 Prozent eingebrochen ist, liegt die Kranich-Airline nur noch auf Platz 61 der größten deutschen Unternehmen nach Marktkapitalisierung. Zu wenig für die erste Börsenliga. Trotz allem steht die Aktie zum Ende der Woche deutlich im Plus. Die Schweizer Bank UBS sieht das Kursziel sogar bei 18 Euro.

Drudei: Das sind aber unterschiedliche Signale, der Stellenabbau ist ja mittel-/ langfristig positiv hinsichtlich der Verlustbegrenzung und dem Downsizing. Die Frage ist, welche Fluggesellschaften überhaupt noch pleitegehen. Wenn die Staaten diese alle mit Steuergeldern retten möchten, dann sieht es für die Lufthansa schlecht aus. Bis wieder "normal" geflogen wird (wenn überhaupt), sollten gut ein bis zwei Jahre ins Land gehen. Der Flugverkehr wird sich danach vielleicht auf 70% des Niveaus von 2019 bewegen. Die Flugzeuge werden in dieser Zeit nicht viel an Wert verlieren, aber die Wartungskosten bleiben. Richtig bitter wird es eher für Boeing und Airbus, da zu viele Flugzeuge auf dem Markt sind und Spritkosten erst mal kein Thema sind.

Nokturnus: „Das Geld vom Staat bringt sie maximal bis zum Jahresende, dann wird nachgeschossen. Der Kurs wird bröckeln, erst recht nach dem Dax-Rauswurf, der Morgen kommt.“

Magictrader: „Sehe den Kurs auch eher fair bewertet bei acht bis neun, aber die Kleinanleger denken die LH ist gerettet und nun muss man kaufen. Dass der Laden 2020 einen fetten Verlust macht und auch 2021 nur sehr wenig verdienen wird, ignoriert man.“

MichaNRW: „Dieser recht hohe Kurs ist nach meinem Verständnis schwer nachzuvollziehen. Sollte die LH aus dem DAX fallen, reißen die Leerverkäufer den Kurs in Stücke. Allen gute Nerven und noch bessere Entscheidungen!“

Diesen Wünschen von MichaNRW schließen wir uns an und wünschen allen Lesern einen erfolgreichen und erholsamen Wochenausklang.

Bis zum nächsten Mal beim w:o Börsengeflüster,

Julian Schick, wallstreet:online Zentralredaktion

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