Willkommen in der Corona-Ökonomie

Nachrichtenagentur: news aktuell
05.06.2020, 10:15  |  237   |   |   
Itzehoe (ots) - Der Konjunktureinbruch in der Corona-Krise ist historisch. Der
Anstieg der Staatsschulden ist es auch. Billionen sollen die Wirtschaft wieder
in Gang bringen - wer wird die Schulden zurückzahlen? Für Jörg Wiechmann steht
fest: "Die Corona-Ökonomie bringt großen Rückenwind für Kapitalanleger, und das
auf Jahrzehnte."

Den Beleg findet der Geschäftsführer des Itzehoer Aktien Clubs (IAC) in der
Vergangenheit. Nach dem Ersten Weltkrieg habe Deutschland die hohen
Schuldenberge mit der Notenpresse bekämpft. Die Folge: Eine Hyperinflation ließ
große Teile der Bevölkerung verarmen. Diesen Fehler wollten rund ein Jahrzehnt
später die Amerikaner nicht machen und entschieden sich in der Krise für eine
rigide Sparpolitik. "Leider mit ebenfalls verheerenden Folgen", sagt Wiechmann.
"Weil Geld zur Stabilisierung der Konjunktur fehlte, geriet die gesamte
Weltwirtschaft immer tiefer in den Abwärtsstrudel." Ein solches Szenario wolle
die Politik heute in jedem Fall vermeiden, das zeigten die vielen
Rettungsmilliarden in der Finanz- und Eurokrise.

Damit einher gehe aber die "finanzielle Repression", erläutert der
IAC-Geschäftsführer. Das Vorbild lieferten zwischen 1950 und 1980 die USA und
England angesichts der Weltkriegsschulden: Sie sorgten für Zinsen unterhalb der
Inflationsrate, sodass Geldanlagen schleichend an Wert verloren. "So werden
Staatsschulden zwar langwierig, aber gerade deshalb relativ geräuschlos
abgetragen - auf Kosten aller Sparer in Geldwerten wohlgemerkt", sagt Wiechmann.

Diese Null-Zins-Politik gebe es auch seit Ausbruch der Finanzkrise vor elf
Jahren, in der Corona-Ökonomie werde sie nun zementiert. Denn anders seien die
hohen Schuldenlasten nicht zu bewältigen. Für Anleger in Sachwerten wie Aktien,
Gold oder Immobilien seien das gute Nachrichten, so Wiechmann. Deren Preise
stiegen durch die Inflation ebenso wie durch die Nachfrage, Aktionäre
profitierten zudem davon, dass die Rettungspolitik die Unternehmen stütze. Das
hätten die meisten Anleger an der Börse offenbar erkannt, sagt der
IAC-Geschäftsführer: "Anders ist es nicht zu erklären, dass die Kurse trotz der
historischen Wirtschaftskrise bereits wieder stramm auf Erholungskurs sind."

Pressekontakt:

Nils Petersen
Fondsmanager
Tel: +49 4821 6793-36
Fax: +49 4821 6793-19
E-Mail: petersen@iac.de
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